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Sudden-Death-Drama in Leipzig

Das Topspiel zwischen dem MFBC Leipzig und den ETV Lady Piranhhas hatte schon vor dem ersten Bully eine besondere Spannung in der Luft. Leipzig war nicht nur Tabellenführer, sondern hatte seit der gesamten Vorsaison kein einziges Spiel verloren – eine beeindruckende Serie, die ihnen einen gewissen Ruf eingebracht hatte. Hamburg hingegen reiste mit der Bürde einer deutlichen 0:5-Niederlage aus dem Hinspiel an, wollte aber unbedingt zeigen, dass diese Pleite nicht ihr wahres Potenzial widerspiegelte.

Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung, in der sich beide Teams auf Augenhöhe präsentierten. Leipzig suchte sofort den Vorwärtsgang, wie man es von ihnen gewohnt ist, doch Hamburg stand organisiert, mutig und körperlich präsent. Immer wieder schafften es die PiranHHas, Leipziger Angriffe früh zu unterbrechen und selbst Nadelstiche nach vorne zu setzen.

Eine der wichtigsten Figuren des Spiels kristallisierte sich früh heraus: Hamburgs Torhüterin Leonie Korth. Mit schnellen Reflexen, starkem Stellungsspiel und einer bemerkenswerten Ruhe entschärfte sie mehrere Leipziger Abschlüsse, die eigentlich nach Tor rochen. 

Auch das zweite Drittel blieb ein Duell voller taktischer Sorgfalt. Beide Teams spielten konzentrierten Floorball, ließen Ball und Gegner laufen, und dennoch war jede Torchance hart erarbeitet und keines der Teams konnte sich mit einem Tor absetzen.

Das dritte Drittel begann dann denkbar ungünstig für die Gäste. Kaum 33 Sekunden waren gespielt, als Leipzig mit einem schnellen Angriff das 1:0 erzielte. Doch anders als noch im Hinspiel ließ sich Hamburg nicht aus der Ruhe bringen. Sie spielten geduldig weiter, suchten ihre Chancen und wurden nach etwas mehr als zehn Minuten belohnt: Randi Kleerbaum setzte sich durch und erzielte schließlich das 1:1.

Kurz darauf wurde es wieder brenzlig, als Hamburg nach einem hohen Stock für zwei Minuten in Unterzahl spielen musste. Doch die PiranHHas konnten die Zeit unbeschadet überstehen und dabei sogar einige Akzente nach vorne setzen. 
Da auch die letzten Minuten der regulären Spielzeit kein weiteres Tor brachten, ging es in die Sudden-Death-Verlängerung. Die Zuschauer feuerten das Heim-Team dabei lauthals mit Trommeln an. Allerdings half das den Leipzigerinnen dieses Mal nicht: nach 2:23 Minuten konnte Randi Kleerbaum mit einem klugen Pass Ina Jensen zum Siegtor und dem 1:2 verhelfen.

Hamburg jubelte, Leipzig blieb konsterniert zurück – und die beeindruckende Leipziger Serie war gebrochen. Der Sieg ist damit nicht nur ein Prestigeerfolg, sondern ein Zeichen an die Liga, dass mit Hamburg im Titelkampf zu rechnen ist.

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