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ETV Hamburg verliert klar gegen Bochum – viel Lehrstoff trotz 7:30

Symbolbild

Die Bundesliga-Frauen des ETV Hamburg haben beim Tabellenführer Blau-Weiß Bochum eine deutliche Niederlage kassiert. Mit 7:30 (2:10, 2:6, 0:7, 3:7) ging das Auswärtsspiel im Unibad Bochum verloren. Die Bochumerinnen zog das Tempo über vier Viertel durch – schnell, treffsicher und druckvoll. Für die ETV Damen war früh klar, wohin die Reise geht. Und doch lieferte das Spiel auch viele Hinweise auf das, woran in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss.

Kaltstart und frühes Signal

Bochum startete aggressiv und bestrafte jede Unsicherheit in der Hamburger Abwehr. Der ETV tat sich schwer, ins Spiel zu finden, und lag schnell zurück. Emma Dietze bringt den Beginn auf den Punkt:

"Im ersten Viertel hatten wir große Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Wir haben einfache Gegentore kassiert – durch Fehler in der Verteidigung oder fehlende Kommunikation."

Hamburg versuchte dagegenzuhalten, fand aber kaum Stabilität. Vor allem in Überzahlsituationen war Bochum gnadenlos effektiv.

Einzelaktionen, aber viele Lücken

Im zweiten Viertel konnte der ETV offensive Akzente setzen: Amaia Bluhm (2), Pauline Behrend, Charlotte Bala, Maren Hinz, Emma Dietze und Lilly Scafi trafen für Hamburg. Trotzdem blieb Bochum dominant und baute die Führung weiter aus.

Emma Dietze fasste das Geschehen so zusammen:

"Irgendwann haben wir auch angefangen, Tore zu machen. Aber wir haben auch viele Chancen liegen lassen."

So wirkte es auch von außen: Offensiv blitzt der Wille auf, doch zu viele Ballverluste und Abstimmungsfehler hinten machten ein Comeback unmöglich.

Drittes Viertel – der Bruch

Nach der Pause drehte Bochum erneut auf. Hamburg hielt dagegen, kam aber kaum noch gefährlich vors Tor. Das 0:7 im dritten Abschnitt entschied die Partie endgültig.

Emma Dietze:

"Bochum hat dann deutlich geführt, und wir kamen nicht mehr hinterher."

Die Analyse passt. Die Mannschaft sieht, wo es hakt, und spricht es offen an.

Blick nach vorn – Aufgaben klar benannt

Trotz der klaren Niederlage nimmt der ETV aus diesem Spiel viel mit. Vor allem defensiven Aufgabe, bessere Kommunikation, der Umgang mit Druck und mehr Konsequenz im Abschluss stehen nun im Fokus.

Wichtiger denn je, denn schon bald geht es weiter: Vom 12. bis 14. Dezember richtet der ETV die Nordic Water Polo League im Inselpark aus. Zu Gast sind Teams aus der Slowakei, Großbritannien und Finnland. Dies gibt den Eimsbüttlerinnen, aber auch mehr Erfahrung mit variableren Spielsystemen und so mehr Möglichkeiten in der Bundesliga.Parallel dazu spielt der SV Poseidon bei den Männern.

Der ETV freut sich über jede Unterstützung von den Rängen. Fans sind herzlich eingeladen, das Team lautstark zu begleiten.

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