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Delegiertenversammlung 2025: ETV wächst weiter und meldet Profiteam

Der 1. Vorsitzende Frank Fechner (2. v. re.) mit den neuen Aufsichtsratsmitgliedern Andreas Hardt (li.), Rolf-Peter Raßner und Til Bernstein (re.)

Delegiertenversammlung wählt drei neue Aufsichtsratsmitglieder und bestätigt Detlef Müller im Amt – Erstmalige Meldung in Profiliga und Aufstieg in 1. Volleyball Bundesliga der Frauen

Am gestrigen Donnerstag, den 20. November fand die diesjährige Delegiertenversammlung des Eimsbütteler Turnverband e. V. (ETV) im Haus des Sports statt. 111 Delegierte genehmigten den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss für 2024, die Hochrechnung für 2025 und den Haushaltsplan für 2026. Katharina von Kodolitsch, die Präsidentin des Hamburger Sportbundes (HSB), sprach ein Grußwort.

2024 verzeichnete der ETV bei einem Gesamterlös von 11,4 Mio. Euro ein Defizit von 98.000 Euro. Insgesamt hat sich der Verein im Geschäftsjahr 2024 deutlich besser entwickelt als im Geschäftsjahr 2023 geplant. Für das Jahr 2025 wird ein leichter Überschuss erwartet. „Nach fünf defizitären Jahren werden wir für das laufende Jahr voraussichtlich wieder ein positives Ergebnis präsentieren können. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben wir nun endgültig überwunden“, ordnet Finanzvorstand Florian Schorpp die Zahlen ein.

Die Konsolidierung des Vereins und die Weiterentwicklung der Organisation nach der Expansion durch den Neubau des Sportzentrums Hoheluft konnte erfolgreich fortgesetzt werden. Die Verluste durch die Corona-Pandemie und die erhöhten Baukosten des neuen Sportzentrums, die seit 2020 zu negativen Jahresergebnissen geführt hatten, konnten in diesem Jahr ausgeglichen werden. Der Vorstand und alle weiteren Gremien des Vereins wurden einstimmig entlastet.

Zum 1. Oktober 2025 meldete der ETV gegenüber dem Hamburger Sportbund einen neuen Mitgliederhöchststand: In diesem Jahr sind durchschnittlich 21.900 Vereinsmitglieder registriert, das entspricht einem Wachstum von 6,8 Prozent zum Vorjahr. Der ETV bleibt damit der größte Hamburger Universalsportverein und der zweitgrößte bundesweit.

In diesem Jahr wurden vier Positionen im siebenköpfigen Aufsichtsrat des Vereins gewählt, wobei Detlef Müller (Wasserball) für vier Jahre wiedergewählt wurde. Drei Positionen wurden mit Andreas Hardt (Tennis, Golf, 4 Jahre), Rolf-Peter Kaßner (Fechten, 4 Jahre) und Til Bernstein (FitGym, Kindersport, 2 Jahre) nachbesetzt, da Arp Kreßin aus Altersgründen sowie Christian Vettin und Nina Willenbrock aus beruflichen Gründen ausgeschieden waren.

Nach dem Olympiajahr 2024 mit den Erfolgen der ETV-Beachvolleyballer Ehlers/Wickler ist das ablaufende Jahr 2025 sportlich ein „Zwischenjahr” ohne die ganz großen sportlichen Highlights. Die Beachvolleyballer Nils Ehlers und Clemens Wickler und auch Svenja Müller bei den Frauen sind weiterhin international in der Weltspitze unterwegs und streben die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 an.

Besondere Beachtung findet im Verein der Aufstieg des Volleyball-Frauenteams in die 1. Bundesliga und deren Vermarktung als ETV Hamburger Volksbank Volleys. Damit meldet der ETV erstmals in einer Profi-Liga und schlägt den Weg der Professionalisierung im Frauen-Volleyball ein. Frank Fechner, 1. Vorsitzender des ETV: „Wir wollen den Frauen-Volleyball als hochattraktive Hallensportart wieder in der Stadt etablieren und sind der Meinung, dass Female Empowerment der Stadt guttut.“

Der ETV startete 2025 mit neun Bundesligisten in die Saison. Bereits im Sommer konnten die Baseballer der ETV Hamburg Knights den Wiederaufstieg in 2. Bundesliga Nord feiern, die Softballerinnen in der 1. Bundesliga sind weiter etabliert. Die Frauen starteten in der 2. Basketball Bundesliga Nord in ihre zweite Saison, die Faustballmänner in der 2. Bundesliga Nord (Halle und Feld), die Floorballer bei den Männern und Frauen in der 1. Bundesliga, die 2. Herren in der 2. Bundesliga, außerdem gehen die Wasserballfrauen in der 1. Bundesliga auf Torejagd.

Katharina von Kodolisch würdigte in ihrem Grußwort die positive Entwicklung des ETV und lobte die Rolle des Vereins in der Gesellschaft. Zudem warb sie für die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Hier hat sich der ETV früh „positiv und offensiv“ zu der Bewerbung geäußert und seine Unterstützung zugesagt.

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