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Bitteres Basketball-Wochenende für den ETV Hamburg

Abhaken und nach vorne schauen! Das sollte das Motto sein für die Basketball-Spitzenteams des ETV nach einem rundum verkorksten Wochenende.

Nicht ganz unerwartet und daher verkraftbar war das 51:86 der Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs in der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) Nord bei den BBC Black Bulls Osnabrück. Ohne die verletzten Leistungsträgerinnen Chantal Neuwald und Jasmin Weyell sowie die geschonte Spielmacherin Paula Alvarez waren die Siegeshoffnungen beim Play-off-Anwärter Osnabrück schon vor dem Spiel eher gering.

Immerhin hielten die Eimsbüttelerinnen ein zerfahrenes erstes Viertel (7:10) lang defensiv gut dagegen, auch zur Halbzeit war beim Stand von 22:37 noch nicht alles verloren. Dann aber ließen doch die Kräfte nach und das Schicksal nahm seinen Lauf. Erfreulich war zumindest der Auftritt von Youngsterin Lotte Baldauf, die mit 22:22 Minuten so lange wie noch nie auf einem Zweitliga-Feld stand und mit sechs Punkten nur knapp ihr Season-High (7 Pkt. vs. Rotenburg) verpasste. Beste Scorerinnen waren Leonie Rosemeyer (16 Punkte) und Miriam Sommerstedt (14), bei den Black Bulls überragte Tonia Dölle mit 21 Zählern).

Weitaus bitterer war die 79:81-Heimniederlage der Ersten Herren des ETV in der 2. Regionalliga Nord gegen die Kieler Förde Baskets. Denn sie lässt bei noch drei ausstehenden Saisonspielen den Abstieg für den Tabellendrittletzten (6/13 Siege) immer wahrscheinlicher werden.

Dabei zeigten die Gastgeber gegen den neuen Tabellenführer, was sie eigentlich zu leisten imstande sind. Mit einem energischen Zwischenspurt im dritten Viertel und einem krachenden Dunk von Kwame Ofori erkämpfte sich das Team von Headcoach Roland Seyer beim Stand von 47:46 erstmals im Spiel die Führung. Die wuchs sogar bis auf neun Punkte an (64:55), der so wichtige Erfolg im Abstiegskampf schien auf einmal möglich. Dann aber häuften sich wieder die Fehler in Offense wie Defense – in der Schlussphase wurde den Hamburgern vor allem ihre Schwäche an der Freiwurflinie (vier Fahrkarten in Folge; 9:23 = 39 % gesamt) zum Verhängnis.

Zu allem Überfluss verloren im Anschluss die Zweiten Herren des ETV Basketball in einem ähnlich dramatischen Spiel gegen die Holstein Hoppers aus Halstenbek-Pinneberg mit 65:67, und auch die Zweiten Damen zögen in der 2. Regionalliga Nord beim Kieler TB mit 41:63 den Kürzeren.

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