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Basketball-Damen: Nichts zu feiern trotz Festtagsstimmung

Der Jubel kannte keine Grenzen – doch leider der der Gegnerinnen. Mit 65:70 kassierten die Zweitliga-Basketballerinnen des Eimsbütteler TV im vorletzten Hauptrunden-Heimspiel der Toyota 2. DBBL Nord gegen die New Baskets 92 Oberhausen eine bittere Heimniederlage im Kampf um die Vermeidung der Abstiegsrunde. Den Gastgeberinnen blieb nach 40 hart umkämpften Spielminuten nur die Rolle der ehrenvoll Unterlegenen. 

Dabei war doch eigentlich die Bühne bereitet für ein siegestrunkenes Freudenfest. Knapp 300 Zuschauer – davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche - bevölkerten am Tag der Jugend die Sporthalle Hohe Weide und sorgten für eine selten dagewesene Stimmung. Eine inspirierende Szenerie für die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs in dem so wichtigen Duell. 

Doch schien die Kulisse die Gastgeberinnen zunächst eher zu lähmen als zu beflügeln. Mehr als drei Minuten dauerte es bis zum ersten Feldkorb – ein erfolgreicher Dreier der wiedergenesen Paula Alvarez – und noch einmal so lange bis zum nächsten. Da stand es bereits 5:17, vor allem dank der Fäden ziehenden Delia Moore auf Oberhausener Seite. 

Nach einem 16:22-Pausenrückstand aber fingen sich die Eimsbüttelerinnen, fanden ihren Rhythmus im Angriff und glichen Mitte des zweiten Viertels erstmals aus (26:26). Fortan entwickelte sich das erwartete Duell auf Augenhöhe, ähnlich wie im Hinspiel (67:63 für die New Baskets), in dem verbissen um jeden Ball gefightet wurde, spielerisch aber längst nicht alles gelang (18:20 Turnover).  

Und so war es nur folgerichtig, dass vor dem Start ins letzte Viertel beim Stand von 51:51 quasi der Reset-Knopf gedrückt und alles für den großen Showdown bereitet war. Da schien sich das Momentum zunächst für den ETV zu entwickeln, als Pauline Huber aus der Not heraus einen Dreier vom (nicht vorhandenen) Logo zum 54:51 einnetzte. Doch die New Baskets ließen sich abermals nicht beeindrucken, hielten vor allem in Person der überragenden Jarla Müller (31 Punkte; 5/10 Dreier) dagegen und entschieden schließlich den Krimi auf großer Bühne glücklich, aber nicht unverdient für sich. 

“Das war eine bittere Niederlage vor großartiger Kulisse. Letztendlich haben die kleinen Dinge den Ausschlag gegeben”, analysierte ETV-Headcoach Sascha Leutloff mit etwas Abstand das Geschehen. Gemeint war unter anderem das verlorene Rebound-Duell (34:50). “In der Offense waren wir in den letzten Minuten zu ungeduldig, zudem haben wir viele gute Chancen wie Freiwürfe und offene Korbleger liegengelassen”, so der frühere ALBA- und MBC-Profi. Auch die 23 Punkten von ETV-Topscorerin Leonie Rosemeyer reichten so am Ende nicht. 

Durch die Niederlage rutschten die Hamburgerinnen mit nunmehr 8/13 Siegen auf Rang neun in die “verbotene Zone”, sprich die Play-downs. Auf der Zielgeraden der regulären Saison warten nun noch auswärts der TuS Lichterfelde und die Bender Baskets Grünberg sowie zu Hause die aktuell extrem formstarken Talents Bonn/Rhöndorf. Immerhin dürfen die Eimsbüttelerinnen erst mal etwas durchatmen. Leutloff: “Gut, dass wir jetzt durch die Spielpause regenerieren können, um dann in zwei Wochen mit neuer Energie in die entscheidende Saisonphase zu gehen.” 

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