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ETV-Basketball-Damen: Die Reise ist noch nicht vorbei

Sie rannten, sie kämpften, sie glaubten an sich und ihre Chance – und doch reichte es am Ende nicht ganz. Trotz eines 68:50-Heimsieges über die AVIDES Hurricanes Rotenburg endete die Saison des Eimsbütteler TV in der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) Nord Anfang Mai mit einer Enttäuschung: dem Abstieg nach zwei Jahren Ligazugehörigkeit. Doch soll die Reise für den ETV noch lange nicht vorbei sein.

Mittlerweile sind die Tränen getrocknet, der Frust ist verdaut, die Analyse des Geschehens läuft auf Hochtouren. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr in der Liga mit der Teilnahme an den Play-offs (Aus in der ersten Runde gegen Heidelberg) war allen Verantwortlichen beim ETV klar: Die zweite Saison wird eine schwierige. Der langjährige Headcoach Fredrick Kleemichen trat aus familiären Gründen zurück, sein Assistent und Vertrauter, der frühere Bundesligaprofi Sascha Leutloff (ALBA, MBC), übernahm. Und auch die Mannschaft änderte sich: "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Kader weiterzuentwickeln, junge Spielerinnen zu integrieren und parallel professionelle Strukturen rund um das Team aufzubauen”, sagt ETV-Jugendwart und Damen-Co-Trainer Christian Lübcke stellvertretend für den Verein.

Und die Prognose sollte sich bewahrheiten. Die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs erlebten eine Spielzeit wie eine Achterbahn, mit Hochs und Tiefs, mit Enttäuschungen und Basketballfesten wie dem 81:64-Sieg über das Spitzenteam aus Chemnitz mit der sagenhaften Paula Alvarez (neun Dreier) als Hauptdarstellerin. Heraus kam am Ende Platz neun unter dreizehn Team, gleichbedeutend mit dem Sturz in die Play-downs, die im nicht unumstrittenen Modus “best of two” ausgetragen wurden. Hier zog der ETV schließlich in zwei äußerst knappen Duellen gegen die Bender Baskets Grünberg (Endresultat aus zwei Spielen: 148:152) und die AVIDES Hurricanes Rotenburg (128:131) jeweils den Kürzeren.

Zwei “Kniefälle” beeinträchtigten die Leistungsstärke

Besonders schwer wogen im Saisonverlauf die Verletzungen zweier Leistungsträgerinnen. Bereits in der Anfangsphase der Saison musste sich Chantal “Chauny” Neuwald mit einem Knorpelschaden im Knie vom Feld zurückziehen, die OP folgte Mitte Dezember 2025. Mitte Februar erwischte es auch noch Energizerin Jasmin Weyell mit einem Kreuzbandriss – ausgerechnet im Hauptrundenspiel beim Schicksalsgegner Rotenburg. Lübcke: “Diese Ausfälle hatten großen Einfluss auf die sportliche Entwicklung und führten letztlich dazu, dass das Team in die Play-downs rutschte.”

Dennoch bleibt die Saison in vielerlei Hinsicht positiv in Erinnerung. So war die Heimhalle an der Hohen Weide bei den Spielen konstant gut gefüllt, der Verein verzeichnete mit den höchsten Zuschauerschnitt (ca. 200) der Liga. Ein Verdienst der vielen Fans, Partner und Helferinnen, die das Team in dieser Saison unterstützt haben.

Und wie geht es nun weiter? “Aktuell befindet sich der Verein in einer intensiven Evaluierungsphase, in der die nächsten Schritte und die zukünftige Ausrichtung besprochen werden”, erklärt Vorstandsmitglied Lübcke. Klar sei jedoch schon jetzt: “Das Engagement für den Mädchen- und Frauensport beim ETV Basketball bleibt unverändert groß. Der Verein wird sich weiterhin dafür einsetzen, den weiblichen Leistungsbereich nachhaltig zu fördern und weiterzuentwickeln.” Auch ein möglicher Verbleib in der 2. DBBL wird derzeit diskutiert. Ob und wenn ja, an wen eine Wildcard vergeben wird, entscheidet sich jedoch erst in einigen Wochen.

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