ETV-Basketball-Damen mit frischem Schwung zum Meister

Der Oktober ist und bleibt der Monat der Bewährungsproben für den Eimsbütteler TV in der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) Nord. Am Samstag (24. Oktober 2026, 18 Uhr; NBSO Sporthalle Bahnstadt) reisen die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs zum Meister nach Leverkusen. Die Frage ist: zu einem guten oder einem schlechten Zeitpunkt? 

Nach zwei Niederlagen in den drei ersten Saisonspielen sind die WINGS als ETV-Tabellennachbarn nicht gerade im Aufwind, könnten also psychisch angeschlagen in die Partie gehen. Andererseits: Die “L”s holten sich die Rheinländerinnen gegen Osnabrück und in der Neuauflage des vergangenen Finales gegen Bochum ab – zwei absolute Spitzenteams. Nach dem 65:82 bei den AstroLadies gab es deutliche Kritik an der eigenen Performance von WINGS-Cheftrainer Patrick Reusch. Der Champion könnte also etwas gutmachen wollen. 

“Manchmal lässt die Tabelle falsche Schlüsse zu. Leverkusen ist ein starkes Team mit klaren Rollen, starken individuellen Spielerinnen und einem Meisterschaftscoach. Wir wollen nicht zwingend das Team sein, gegen das der große Befreiungsschlag gelingt”, warnt ETV-Headcoach Fredrick Kleemichen (Foto: @manningeaux). 

⁠Sein Team geht nach der starken Leistung bei der jüngsten 62:72-Heimniederlage gegen den hohen Favoriten Göttingen mit positivem Schwung in die Auswärtspartie und kann beim Titelverteidiger frei aufspielen. Kleemichen: “Wenn wir es schaffen, die Defensivrebounds nur annähernd besser zu kontrollieren als gegen die Veilchen Ladies und in der Verteidigung nicht zu unkonzentriert zu sein, dann können wir Leverkusen vielleicht etwas ärgern.” 

Wie schon des Öfteren muss der Eimsbütteler Übungsleiter wegen Verletzungen, Krankheiten und anderer Abwesenheitsgründe mit einer “durchwachsenen” Trainingswoche klarkommen, was aber nach seinen Worten nicht als Ausrede oder als Grund, soft zu spielen, herhalten darf. Genau das hat sein Team – mit Ausnahme beim desaströsen Reboundverhalten – gegen Göttingen nicht getan. Kleemichens Wunsch für Samstag: "In der Offense wieder ein kontrolliertes Spiel mit wenigen Turnovern. Und zusätzlich vielleicht die eine oder andere bessere Entscheidung im Abschluss.”

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