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Zweite Liga: Hart erkämpfter Arbeitssieg gegen Hürth

Das tat weh: Die Basketball-Zweitliga-Damen des Eimsbütteler TV Hamburg haben gegen das sieglose Ligaschlusslicht Hürther BC mit 69:64 den erhofften Heimsieg eingefahren. Doch anders als die Tabellensituation suggerierte, entpuppte sich die Partie gegen die Kölner Vorstädterinnen als ein hartes Stück Arbeit.

Es war physisch, es war hektisch, es war zerfahren, was sich da in den mehr als zwei Stunden Spielzeit vor rund 150 Zuschauern unter den Körben an der Hohen Weide abspielte. Nichts für Ästheten, nichts für Basketball-Feinschmecker. Aber das war auch nicht unbedingt zu erwarten.

„Wir wussten, was auf uns zukommt, dass Hürth körperlich hart spielt. Trotzdem ist es schwierig, sich darauf vorzubereiten“, sagte ETV-Flügelspielerin Leonie Rosemeyer (Fotos: @manningeaux), die mit 19 Punkten erneute beste Scorerin ihres Teams war. „Aber es zeigt auch unsere Größe, dass wir dagegen gehalten und die Partie letztendlich für uns entschieden haben“, so die 26-Jährige.

Mehr als einmal schien im Verlauf der Begegnung das eigentlich Unmögliche möglich: eine Niederlage im so immens wichtigen Heimspiel gegen den abgeschlagenen Aufsteiger. 44:37 führten die Westdeutschen Mitte des dritten Viertels, nachdem HBC-Topscorerin Sena Balci (18 Pkt.) einen ihrer insgesamt vier Dreier im Korb versenkt hatte.

Doch die folgende Auszeit von ETV-Headcoach Sascha Leutloff sollte fruchten. Seine Schützlinge starteten einen 12:2-Lauf zur eigenen 49:46-Führung, die in der Folge zwar noch mehrfach in Gefahr geriet, aber bis Spielende nur noch einmal (49:49) abgegeben wurde. Der Erfolg der Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs war umso bemerkenswerter, als dass mit den verletzten Chantal Neuwald und Jasmin Weyell zwei Energieträgerinnen ebenso fehlten wie die beiden wichtigen Ergänzungsspielerinnen Maja Beier und Barbara Calvinho und zudem gleich mehrere Spielerinnen angeschlagen auf dem Feld standen.

„Ich bin stolz auf unsere Teamleistung. Toll, wie sich zum Beispiel Miri durchgebissen hat“, sagte Rosemeyer. Die angesprochene Kapitänin Miriam Sommestedt steuerte mit lädierter Schulter ein Double Double (17 Punkte/11 Rebounds) zum Sieg bei, dazu entpuppten sich auch die unermüdliche Hanna Großhennig (12 Pkt.) unter den Körben und Youngsterin Lotta Linke (8; Foto) mit zwei Back-to-back-Dreiern als wichtige Erfolgsfaktoren.

„Ich hoffe, dass wir dieses körperliche Spiel auch in Osnabrück zeigen können, denn das wird notwendig sein“, so Rosemeyer. Bei den spielerisch und taktisch deutlich stärker zu erwartenden BBC Black Bulls wartet am Sonntag (8. März 2026; 16 Uhr) eine extrem schwierige Aufgabe auf die Eimsbüttelerinnen. Immerhin durften sie sich in der unteren Tabellenhälfte mit dem Sprung auf Platz sieben als die großen Siegerinnen dieses Wochenendes fühlen: Mit Oberhausen, TuSLi, Grünberg, den Hurricanes, Braunschweig und eben Hürth kassierten alle direkten Konkurrentinnen (teils deutliche) Niederlagen.

Bittere Niederlage für ETV-Herren gegen Rostock

Wenigstens einen Arbeitssieg hätten die Ersten Herren des ETV im Abstiegskampf der 2. Regionalliga auch gerne genommen. Allein: Es sollte nicht sein. Gegen die Rostock Seawolves III verlor das Team von Headcoach Roland Seyer mit 73:74 und verharrt damit weiter auf einem Abstiegsplatz. Zwar waren beim ETV ausnahmsweise alle Leistungsträger an Bord, doch leider galt dies auch für den Gegner, da sowohl die Erst- (BBL) als auch die Zweitvertretung (ProB) des Vereins spielfrei hatten.

Ein Mini-Einbruch im dritten Viertel (18:28) wurde den Gastgebern zum Verhängnis, als die eigene Energie und Konzentration nachließen und die Wurfquote der Seawolves Youngster anstieg. Beste Scorer aufseiten des ETV waren Kwame Ofori (19) und Lukas Hogenschurz (17). Besser machten es am Großkampftag an der Hohen Weide zuvor die Zweiten Damen des ETV: Sie schlugen in der 2. Regionalliga die Itzehoe Eagles souverän 74:53 (Linda Friese: 18 Punkte) und bleiben damit aller Abstiegssorgen ledig.

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