„Wild in Eimsbüttel“: Neue Ausstellung im ETV-Sportzentrum Bundesstraße

- 03.07.2025
Der ETV Hamburg zeigt in seinem Sportzentrum Bundesstraße ab sofort in der Sportgalerie im Untergeschoss die neue Ausstellung „Wild in Hamburg“ der Eimsbütteler Fotografin Frederika Hoffmann anlässlich des 750-jährigen Jubiläums des Stadtteils Eimsbüttel in diesem Jahr.
Die Fotografin befasste sich mit der Geschichte Eimsbüttels und war erstaunt über die Beschreibungen ländlicher Idylle: „Eimsbüttel war früher ein Dorf, in dem natürlich auch Tiere lebten – Haustiere, Nutztiere und wilde Tiere. Die Vorstellung, dass vor gar nicht allzu langer Zeit Tiere durch eine Landschaft spazierten, wo heute hohe Häuser stehen, inspirierte mich zu dem Fotoprojekt“, erzählt sie.
Vor 750 Jahren, im Jahr 1275, wurde Eimsbüttel erstmals urkundlich erwähnt. Damals hieß das Dorf Eymersbuttele. Es war ein kleines Dorf mit nur sieben Höfen vor den Toren Hamburgs im heutigen Gebiet von Eimsbütteler Marktplatz, Fruchtallee und Heußweg. Es gab weder Kirche, Schule noch Mühle. Drei Bäche – Pepermölenbek, Isebek und Ottersbek – schlängelten sich durch die wilden Gras- und Heideflächen, Äcker, Wiesen und Wälder. Ab dem 17. Jahrhundert errichteten wohlhabende Bürger aus Hamburg ihre Landsitze in der ländlichen Idylle. Nach Aufhebung der Hamburger Torsperre im Jahr 1861 begann eine rasante Verstadtlichung. 1894 wurde Eimsbüttel ein Stadtteil von Hamburg. Heute ist es mit fast 60.000 Einwohnern einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Hamburgs.
„Wild in Eimsbüttel“ bringt mit einem Augenzwinkern die beiden Welten (damals und heute) zusammen. Hoffmann erstellte die nun gezeigte Serie zwischen 2019 und 2025 und wählte für dieses Projekt einen experimentellen Ansatz mit Collagen. Herausgekommen sind liebevolle Studien des Stadtteils und die Schaffung neuer Bilderwelten in unterschiedlichen Stadtszenen: Ein zotteliges Schaf auf einer Baustelle in der Osterstraße, ein Elch im Morgenlicht auf dem Eimsbütteler Marktplatz oder eine Kröte vor einem Durchgang in der Müggenkampstraße.
Bei der Auswahl der Motive war es Hoffmann wichtig, die inhaltliche Aussage des Bildes mit Perspektive, Lichteinfall, Farbigkeit und Stimmung zu kombinieren. Für das Zusammensetzen der Collagen wählte Hoffmann die Technik der Fotomontage.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Sportzentrums Bundesstraße besucht werden, der Eintritt ist kostenlos.











