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Überragende Rosemeyer reicht nicht

Die Basketballerinnen des ETV haben bei ihren Bestrebungen, den Playdowns in der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga zu entgehen, einen Rückschlag erlitten. Gegen Braunschweig LionPride gab es zu Hause eine unerwartete 66:74-Niederlage.  

Vor rund 200 Zuschauern in der Hohen Weide reichte auch eine überragende Leonie Rosemeyer nicht. Die Distanzwurfspezialistin traf fünf ihren neun Dreierversuche und wurde am Ende mit 26 Punkten Topscorerin der Partie, was ihr zur Belohnung eine Nominierung für die Starting Five des Liga-Spieltages einbrachte. 
 

Ihrem Team konnte sie an diesem Nachmittag indes nicht zum Sieg verhelfen. Rosemeyer leitete zwar mit einem Treffer von Downtown eine vielversprechende Anfangsphase des ETV ein. Die sollte jedoch nicht lange Wirkung haben. Bereits nach dem ersten Viertel war beim Stand von 17:25 ein Trend abzusehen. Zwar entwickelte sich im weiteren Verlauf ein enges Spiel, doch gelang es den Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs in keiner Phase, der Partie eine echte Wende zu ihren Gunsten zu geben.

Als letztendlich entscheidend erwies sich das dritte Viertel, in dem den Hamburgerinnen lediglich 11 magere Pünktchen gelangen, während LionPride Zähne zeigte und den Abschnitt klar mit 24:11 für sich entschied.
 

Co-Trainer Christian Lübcke nahm die Niederlage, die den ETV vorerst auf Platz neun und damit in die Abstiegsrunde rutschen ließ, gefasst auf: “Wir haben zuletzt im Training ein paar Anpassungen vorgenommen, die wir weiter ausbauen werden. Das Team hat die hohe Intensität aus dem Training ins Spiel getragen, was sehr wichtig war. Ein starkes Braunschweiger Team hat am Ende ein paar Würfe mehr getroffen, doch insgesamt haben wir in vielen Punkten einen Schritt nach vorne gemacht und blicken mit Vorfreude und Ehrgeiz auf das kommende Spiel.” Das ist nicht irgendeines: Am kommenden Samstag (14. Februar 2026, 18:30 Uhr; Sporthalle der Pestalozzischule) gilt es, sich im Nordderby bei den Hurricanes Rotenburg zu behaupten.
 

Deutlich besser als für die ETV-Ladies lief es beim Heimspiel-Double-Header für die Ersten Herren des ETV. Gegen den Bramfelder SV konnte Trainer Roland Seyer erstmals in dieser Saison auf alle Leistungsträger zurückgreifen. Das machte sich positiv bemerkbar – mit einem 71:52 sprang am Ende ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf der 2. Regionalliga Nord heraus. Mit 6/9 Siegen kletterte der ETV auf Tabellenplatz acht.
 

Mit viel Energie – vor allem in der Defense – starteten die Gastgeber in die Partie. Schon im Anfangsviertel stellten sie mit einem 21:7 die Weichen auf Sieg, auch im zweiten Durchgang Stand von 38:21 zur Halbzeit.


“Das war ein von vorne bis hinten souveräner Auftritt von meiner Mannschaft”, sagte Headcoach Seyer, der diesmal auf eine eher kleine Rotation setzte. “Wir haben spielerisch sehr viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Bramfeld hat sich zwar nie aufgegeben, aber unser Sieg war nie gefährdet. Vor allem die Defense hat mir heute sehr gut gefallen.” Am kommenden Sonntag in Itzehoe wird sich die personelle Lage zwar wieder etwas verschlechtern, doch wohl nur kurzfristig. “Danach sieht es wieder besser aus. Wir gehen mit viel Zuversicht in die nächsten Spiele und wollen uns dann endgültig aus der Abstiegszone verabschieden."

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