Stark über weite Strecken — das letzte Viertel kostet den Sieg in Esslingen

Foto: Felix Schlikis / Der Sportfotograf
- 30.03.2026
SSV Esslingen vs. ETV Hamburg 14:12 (2:2, 1:4, 4:4, 7:2) | Spieltag 10 | Sportbad Neckarpark, Stuttgart
Es war ein Spiel, das uns zeigt, was in dieser Mannschaft steckt und gleichzeitig, woran wir noch arbeiten müssen. Unsere ETV Wasserballerinnen haben beim SSV Esslingen mit 12:14 (2:2, 4:1, 4:4, 2:7) verloren. Drei Viertel lang haben wir das Spiel kontrolliert, sind mit 10:7 in den letzten Abschnitt gegangen und haben ihn dann mit 2:7 verloren. Das tut weh. Aber es ist eine Niederlage, aus der wir etwas mitnehmen.
Dabei war der Beginn richtig gut. Emma Dietze traf früh zur Führung, Maren Hinz legte nach. Das erste Viertel endete 2:2 ausgeglichen, aber wir hatten das Heft in der Hand. Im zweiten Abschnitt liefen wir dann noch mal zu. Melek Cavlak, Hinz, Dietze und Pauline Behrend trafen Esslingen antwortete nur einmal. Zur Halbzeit führten wir mit 6:3. Genau das ist der Wasserball, den wir spielen wollen.
„Im Vergleich zu den letzten Spielen waren wir zu Beginn sicherer, haben besser zusammengespielt und wieder mehr von dem Potenzial gezeigt, das wir eigentlich haben.“
Finnja Sass
Das dritte Viertel blieb ausgeglichen, beide Teams trafen je viermal, die Führung blieb in unseren Händen. Finnja Sass und Emma Dietze sorgten für weitere Tore, der ETV ging mit 10:7 in das Schlussviertel. Das hätte reichen sollen.
Es hat nicht gereicht. Esslingen fand im vierten Abschnitt eine andere Intensität. Wir ließen in der Abwehr nach, kassierten Kontertore und vorne fielen die Tore nicht mehr so, wie wir es gebraucht hätten. Pauline Behrend traf noch zweimal. Sieben Gegentore in acht Minuten. Endstand: 14:12 für Esslingen.
„Wir haben trotzdem weitergekämpft und versucht, noch die Tore zu machen. Die gingen halt dann nicht mehr alle rein aber wir haben nicht aufgegeben.“
Hanna Ronhaar
„Wir müssen lernen, auch unter Druck ruhig zu bleiben und das Spiel , besonders bei einer Führung , ruhig zu Ende zu spielen.“
Finnja Sass
Torschützinnen
Hinz (3), Behrend (3), Dietze (3), Cavlak (2), Sass (1)
Ein Tor. Ein Fünfmeterwerfen. Eine Tabelle, die sich anders anfühlt als sie aussieht.
Zur Hinrunde, zu Platz fünf und zu dem, was uns in der Rückrunde antreibt.
Mit der heutigen Niederlage beenden wir die Hinrunde auf Platz fünf der Wasserball Bundesliga Frauen zwei Punkte hinter Platz vier, der in die Playoffs führt. Zwei Punkte, hinter denen eine ganze Geschichte steckt.
Im Hinspiel haben wir den SC Chemnitz 1892 mit 19:4 geschlagen klar, überzeugend, ohne Zweifel. Im Rückspiel Anfang März verloren wir 12:13 nach Fünfmeterwerfen. Enger geht es kaum. Und doch: drei Punkte für Chemnitz statt einem für den ETV, und am Ende der Hinrunde steht Chemnitz auf vier, wir auf fünf.
Chemnitz hat gekämpft und ihre Punkte verdient. Wir selber haben an anderen Spieltagen Punkte liegen gelassen, die uns heute gefehlt haben in Stuttgart heute, aber auch anderswo. Wer die Playoffs verpasst, hat in der Summe der Saison nicht genug geholt. Das ist so.
Trotzdem darf man sagen: Es fühlt sich anders an. Mit einem 38 Tore besseren Torverhältnis. Und trotzdem steht Chemnitz in Play-Offs, wir nicht. Der Sport hat solche Momente. Man muss sie aushalten, daraus lernen und dann dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.
Wir freuen uns trotzdem auf die Play-Outs. Auf unsere Fans in Wilhelmsburg. Und darauf, das zu zeigen, was in uns steckt.
Hinrunden-Abschlusstabelle (Stand: Spieltag 10)
| Platz 1 | Wfr. Spandau 04 | 30 Pkt | 275:73 | +202 |
| Platz 2 | SV Blau-Weiß Bochum | 24 Pkt | 213:89 | +124 |
| Platz 3 | SSV Esslingen | 14 Pkt | 112:115 | −3 |
| Platz 4 | SC Chemnitz 1892 | 9 Pkt | 79:191 | −112 ← Playoff |
| Platz 5 | ETV Hamburg | 7 Pkt | 97:171 | −74 |
| Platz 6 | SV Bayer Uerdingen 08 | 3 Pkt | 82:219 | −137 |




