Schritt zurück nach vorne: Kleemichen neuer Cheftrainer der Zweitliga-Basketballerinnen

Zurück in die Zukunft heißt es für die Zweitliga-Basketballerinnen des ETV Hamburg: Neuer Cheftrainer und damit Nachfolger des zurückgetretenen Sascha Leutloff wird Fredrick Kleemichen – ein bestens bekanntes Gesicht im Eimsbütteler Basketball. Der 39-Jährige war schon bis zum Frühjahr 2025 fast zehn Jahre Headcoach der Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs, ehe er aus familiären Gründen von seinem Trainerjob Abschied nahm.

“Ich freue mich total über meine Rückkehr. Eigentlich hatte ich mich jedoch auf eine andere Rolle eingestellt", sagt der neue Alte auf der ETV-Trainerbank mit einem Schmunzeln. Ursprünglich war geplant, dass er Assistenzcoach Leutloffs wird. Schon beim letzten Saisonspiel gegen Grünberg saß der ehemalige Bundesligaprofi zur Überraschung vieler aushilfsweise zur Unterstützung auf der ETV-Bank.

Kleemichen war vor einem Jahr wegen der bevorstehenden Geburt seines Sohnes zurückgetreten. Der Kontakt zu seinem Nachfolger und Vorgänger sowie der gesamten ETV-Familie riss jedoch nie ab. Nun also die Rückkehr in die altbekannte Rolle: “Sascha hatte wegen seiner beruflichen Belastung stets offen gelassen, wie es für ihn weiter geht. Nach seiner Entscheidung ging dann alles ganz schnell”, erzählt der Deutsch-Amerikaner. “Ich habe jetzt wieder etwas mehr Zeit und wieder richtig Lust. Mein Sohn kommt bald in die Krippe und meine Frau Saskia unterstützt mich, wofür ich ihr sehr dankbar bin.”

Christian Lübcke bleibt Assistant Coach

Bekanntermaßen wird der gebürtige Bremerhavener nach dem Erhalt einer Wildcard den ETV weiter in der Zweiten Bundesliga coachen. “Ich hätte es aber auch in der Regionalliga gemacht", betont Kleemichen. Unterstützung bekommt er von Assistant Coach Christian Lübcke, ebenfalls ein Vereinsinsider. Der 44-Jährige, gleichzeitig Jugendwart und vielbeschäftigter Nachwuchstrainer im ETV, stand in der Rückrunde der letzten Saison schon Leutloff mit Rat und Tat zur Seite.

“Ich denke, wir werden uns sehr gut ergänzen. Christian ist mehr der rationale Typ, der sich auch in administrativen und organisatorischen Dingen sehr gut auskennt. Ich handele öfters eher emotional aus dem Bauch heraus”, sagt Kleemichen, der bereits eine erste Trainingseinheit mit seinen Schützlingen hinter sich hat.

Als seine wichtigste Aufgabe zum Wiedereinstieg sieht er die Unterstützung der Spielerinnen, aber auch die Definition einer Erwartungshaltung: “Die neue Saison wird sicher nicht leichter als die abgelaufene. Und natürlich wird sich das Team auch etwas verändern.”

Personell ist die Lage durchaus positiv: So besteht Hoffnung, (fast) alle Leistungsträgerinnen zu halten. Zudem könnte die Langzeitverletzte Jasmin Weyell nach ihrem Kreuzbandriss noch vor Weihnachten ihr Comeback feiern. “Und es werden natürlich auch neue Spielerinnen kommen”, so Kleemichen. “Uns ist es wichtig zu zeigen: Der ETV ist noch da – und er hat noch einiges vor!”

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