Lady Piranhhas sichern zunächst den zweiten Tabellenplatz

- 23.02.2026
Am vergangenen Wochenende empfingen die ETV Lady Piranhhas die SSF Dragons Bonn in der 1. Floorball Bundesliga der Damen zum wichtigen Heimspiel. Mit einem 6:4 Erfolg sicherten sich die Hamburgerinnen drei wichtige Punkte im Kampf um Tabellenplatz zwei – ein Rang, der den direkten Einzug ins Halbfinale und das Überspringen des Viertelfinals in den Playoffs bedeuten würde.
Die Lady Piranhhas starteten mit viel Ballbesitz in die Partie, taten sich jedoch schwer, daraus klare Torchancen zu kreieren. Das Spiel wirkte über weite Strecken zerfahren, der gewohnte Spielfluss wollte sich nicht so recht einstellen. In der 6. Spielminute war es dennoch soweit. Nach 5:58 Minuten brachte Julia Noel ihr Team auf Vorlage von Annika Ebeling mit 1:0 in Führung. Nach 15:45 Minuten glichen die Gäste aus Bonn jedoch durch Elena Bröker nach Zuspiel von Sarah Olfe zum 1:1 Pausenstand aus.
Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel umkämpft. Bonns Kapitänin Theresa Beppler-Alt musste gleich zweimal auf die Strafbank – zunächst wegen wiederholter Vergehen (6:14), später wegen Stockschlags (10:53). Die sich daraus ergebenden Powerplays konnten die Hamburgerinnen jedoch nicht nutzen. In der 15. Minute platzte dann zunächst der Knoten. Nach 14:23 Minuten erzielte Randi Kleerbaum auf Vorlage von Maria Kapteina das 2:1. Nur knapp drei Minuten später erhöhte Julia Noel nach erneuter Vorarbeit von Kapteina auf 3:1 (17:12). Defensiv konnte sich Hamburg zudem einmal mehr auf Torhüterin Leonie Korth verlassen, die zahlreiche gefährliche Abschlüsse der Dragons entschärfte und ihrem Team in kritischen Phasen Sicherheit gab.
Um mehr Offensivdruck zu erzeugen und doch noch ins Spiel zu finden, stellten die Lady Piranhhas nach dem zweiten Drittel auf zwei Reihen um. Die Maßnahme zeigte zunächst Wirkung. Bereits nach 2:07 Minuten im Schlussabschnitt traf Maria Kapteina nach Vorlage von Julia Noel zum 4:1. Doch Bonn antwortete prompt. Nur gut eine Minute später verkürzte Anika Weißkirchen nach Zuspiel von Theresa Beppler-Alt auf 4:2 (3:27). In der Folge wurde es turbulent. Nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Beppler-Alt (8:12, Stoßen) blieb auch das dritte Hamburger Powerplay ungenutzt. Stattdessen traf Bonn in voller Besetzung zum 4:3 Anschluss. Nach 10:47 Minuten musste dann Talissa Sommer wegen Stockschlags auf die Strafbank. Die Gäste nutzten das Powerplay eiskalt und trafen bereits vier Sekunden nach Wiederanpfiff zum 4:4 Ausgleich. Das Tor erzielte Elena Bröker, dieses Mal auf Vorlage von Anika Weißkirchen. Die Antwort der Lady Piranhhas ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur 33 Sekunden später stellte Annika Ebeling auf Vorlage von Randi Kleerbaum den alten Abstand wieder her – 5:4 (11:20). In der Schlussphase nahm Bonn bei 19:10 Minuten eine Auszeit und kündigte an, die Torhüterin zugunsten einer sechsten Feldspielerin vom Feld zu nehmen. Hamburg blieb zunächst ruhig in Ballbesitz. Eine kurze Bonner Druckphase überstanden die Gastgeberinnen, bevor Randi Kleerbaum neun Sekunden vor Schluss den Ball im leeren Tor zum 6:4-Endstand unterbrachte.
Trotz des verdienten Erfolgs überwog bei den Lady Piranhhas nicht nur Zufriedenheit. Zwar sicherte sich das Team drei enorm wichtige Punkte zur Festigung des zweiten Tabellenplatzes, doch spielerisch blieb Luft nach oben. Viel Ballbesitz, aber zu wenige klare Abschlüsse und ein insgesamt zerfahrenes Spiel zeigen, dass im Hinblick auf die kommenden Aufgaben noch Steigerungspotenzial vorhanden ist.
Am Ende zählt jedoch der Sieg und die Gewissheit, im Rennen um die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs weiterhin alles in der eigenen Hand zu haben.












