Kantersieg im Stadtderby – Saisonauftakt der Bundesliga-Basketballerinnen geglückt

Wer hätte das für möglich gehalten? Der Eimsbütteler TV als Tabellenführer der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) Gruppe Nord! Zugegeben: Die vermeintlich historische Leistung muss mit etwas Schmunzeln relativiert werden. Handelt es sich doch um eine Momentaufnahme nach dem ersten Spieltag. Nach dem aber immerhin konstatiert werden kann: Der Saisonstart der Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs ist mit einem 90:43 (39:12)-Heimsieg über die SCALA Longhorns geglückt. 

Sie hatten die sprichwörtliche Wundertüte als Gegner erwartet – wurden dann aber nicht böse überrascht. Mit etwa drei Minuten Anlaufzeit überrollte das Team von Headcoach Fredrick Kleemichen vor gut 300 Zuschauern an der Hohen Weide die jungen, überforderten Longhorns mit einem 16:0-Lauf, ohne jemals in Bedrängnis zu kommen. 

Mit Point Guard Lucie Keune (19) und Franziska Hadaschik (30) standen gleich zwei Neuzugänge in der Starting Five der Hamburgerinnen. Sie sollten vor allem von der Dreierlinie (Keune 4/Hadaschik 3 Treffer) das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigten und mit 16 respektive 14 Punkten am Ende zu den drei ETV-Topscorerinnen (dazu: Leonie Rosemeyer/15) gehören. Die Gastgeberinnen konnten an diesem Samstagnachmittag sogar einen “No Score”-Auftritt ihrer sonstigen Topspielerin Paula Alvarez verkraften, die sich nach wenigen Trainingseinheiten in der Vorbereitung noch merklich zurückhielt. 

Es sollte auch so für einen mühelosen Eimsbütteler Sieg reichen, den Cheftrainer Kleemichen nach der Schlusssirene richtig einzuschätzen wusste: “Man hat dem Team die Anspannung vor dem ersten Saisonspiel angemerkt. Doch die Reaktion war gut, vor allem mit einer konzentrierten Verteidigung in der ersten Halbzeit und daraus resultierenden Belohnungen in der Offense. Dass wir die hohe Intensität in der zweiten Halbzeit nicht ganz halten konnten, ist bei solchen Ergebnissen nicht ungewöhnlich”, so der 40-Jährige. 

Ungewöhnlich war auch nicht, dass Kleemichen das Spiel nutzte, um taktisch und personell viel auszuprobieren. "Wir wollen einfach weiter wachsen, denn die Aufgaben werden natürlich schwieriger. Schon Rotenburg wird uns am nächsten Spieltag in der Verteidigung deutlich mehr fordern,” sagte der frühere Bundesligaprofi, der allen Schützlingen Spielzeit gab und der sich auch über die ersten Bundesligapunkte von Noa Severin (11), Sam Kama (5) und Esther Schuler (2) freuen durfte.  

Und über seine gelungene Rückkehr auf die Eimsbütteler Trainerbank nach einem Jahr Babypause: “⁠Ich bin mega happy, wieder Teil dieser tollen ETV-Community zu sein. Das Team macht in der Konstellation wirklich viel Spaß und ich freue mich auf den weiteren Verlauf der Saison.” 

Zum Boxscore ETV Hamburg vs SCALA Longhorns

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