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Finale Spiel 1

Das erste Spiel der Finalserie zwischen den ETV Lady Pirannhas und dem MFBC Leipzig fand am vergangenen Samstag statt. Aufgrund anderweitiger Nutzung der Sporthalle Hoheluft, in welcher die Piranhhas normalerweise spielen, durften sie ihre Gäste diesmal im Sportzentrum Achter de Weiden in Schenefeld empfangen.

Der ETV startete gut ins Spiel und ging früh in Führung. In der dritten Spielminute fand Lara Nethe mit einem langen Ball Katharina Meyer vor dem Leipziger Torraum. Diese fackelte nicht lange und versenkte den Ball direkt per Rückhandvolley ins Tor. Die Hamburgerinnen gestalten das Spiel und ein Ausbau der Führung wirkt wahrscheinlicher als ein Ausgleichstreffer der Leipzigerinnen, doch sie schaffen es nicht, ihre Chancen zu nutzen.

In der 16. Minute muss Hamburgs Kapitänin Ina Jensen für 2 Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Im Laufe der Saison konnte der MFBC das Powerplay nicht effektiv nutzen und traf nur in zwei von neun Überzahlen. Zudem überstanden die Hamburgerinnen acht der bisher 10 Strafzeiten ohne Gegentor. Die Gastgeberinnen spielten die Unterzahl sehr aggressiv, besonders auf der Top-Position, wodurch sie den Leipzigerinnen wenig Zeit ließen, um gefährliche Pässe auf die Shooter zu finden. Zudem nutze Leipzig die Mitte vor dem Hamburger Tor nicht gut und ließ stattdessen den Ball eher außen herumlaufen. Der ETV konnte auch diese Strafzeit ohne Gegentor überstehen.

Das zweite Drittel verläuft ähnlich wie das erste. Beide Teams zeigen Floorball auf höchstem Niveau, von schönen Offensivkombinationen über starke Einzelaktionen zu harter Defensivarbeit und unüberwindbaren Goalies auf beiden Seiten.

Nach dem zweiten Drittel ist klar, Leipzig wird alles daransetzen, den Ausgleich zu erzielen und falls nötig in der Schlussphase mit sechs Feldspielerinnen spielen. Ein Vorsprung von nur einem Tor ist im Floorball generell heikel, doch gegen ein Team, dass im letzten Drittel bisher die meisten Tore erzielen konnte, ist es noch wichtiger jetzt nicht den Fokus zu verlieren. Hamburgs Trainer Philipp Schneider ist auf diese Situation vorbereitet und stellt auf zwei Reihen um.

Doch diesmal geht der Plan nicht auf. Bereits in der zweiten Minute des letzten Drittels gerät die Hamburger Defensive durcheinander und lässt Ellen Kunigk aus den Augen. Svenja Klingner passt den Ball durch die Hamburger Defense und findet Kunigk zentral im Slot. Dagegen ist sogar Hamburgs Torhüterin Leonie Korth, kürzlich ausgezeichnet als beste Torhüterin der Bundesliga Saison 25/26, machtlos und muss zum ersten Mal in diesem Spiel hinter sich greifen. Eine Minute später nutzt Leipzig einen Aufbaufehler der Hamburgerinnen eiskalt aus. Kunigk spielt auf Pauline Baumgarten, welche auf 2:1 aus Leipziger Sicht erhöht. Hamburg muss nun alles daran setzen Leipzig mindestens in die Verlängerung zu zwingen, doch die anfangs unsortierten Gäste verteidigen nun konsequent und können ihre Führung bis zum Ende des Spiels halten.

Nach einem spannenden ersten Spiel, liegen die Lady Piranhhas in der Best-of-Three-Serie mit einem Spiel zurück und müssen kommendes Wochenende in Leipzig zwei Siege einfahren, um die Serie zu drehen und die Meisterschaft zu gewinnen.

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