ETV-Herren vor Saisonstart: Mehr Erfolg durch mehr Commitment
- 16.09.2026
Sie wollen wieder eine Einheit werden – und es auch bleiben. Mit einem runderneuerten Kader gehen die Ersten Basketball-Herren des Eimsbütteler TV in die am Wochenende startende Saison 2026/27 in der 2. Regionalliga Nord. Zum Glück in der 2. Regionalliga, muss man sagen, denn nach dem sportlichen Abstieg im Frühjahr rettete nur eine Wildcard die Ligazugehörigkeit.
Doch nun soll alles besser werden. Von der damaligen Crew sind gerade einmal sechs Stammspieler noch an Bord, unter anderem zog es ETV-Urgestein Kwame Ofori zum Ligarivalen Altona. Der Kapitän indes steht noch auf der Brücke: Chefcoach Roland Seyer geht in sein zweites Jahr bei den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs, erstmals mit einem von ihm verantworteten Kader und einer kompletten Vorbereitung.
Der wichtigste Begriff beim Prozess der neuen Gruppenbildung hieß: Commitment! "Wir hatten auch in der Vorsaison viele gute Spieler, die aber teilweise sehr unzuverlässig waren und bei entscheidenden Spielen gefehlt haben", sagt Seyer. Aus einem 19-Mann-Roster wurde nun eine 13 Teile umfassende "Elitetruppe". Motto: Reduced to the Max!
"Nur noch Spieler, auf die man sich verlassen kann"
"Es sind jetzt nur noch Spieler da, auf die man sich verlassen kann. Auch wenn natürlich alle mal berufliche, private oder studienbedingte Verpflichtungen haben", so Seyer. Der 46-Jährige kann unter anderem weiter auf die drei Routiniers Lukas Rosenbohm (29), Lukas Hogenschurz (31) und Kevin Bluhm (35) sowie die beiden "Steuermänner", die Guards Linus Stoll (22, früher OrangeAcademy Ulm) und Ole Schrader (23) bauen, die allesamt zu den Leistungsträgern der Vorsaison gehörten.
Neu an Deck beim ETV gingen unter anderem der ProA-erfahrene Guard Manuel Feuerpfeil (25, TSV Breitengüßbach, Nürnberg Falcons), Big Man Leif Steen (32; 2,06 m), Philip Gläser (24) und Heimkehrer Benjamin Jeß (20; 2,04 m), der nach einem Jahr Pause an alte Leistungen während fünf Spielzeiten JBBL/NBBL bei den Hamburg Towers anknüpfen möchte. "Ben und Philip geben uns viel mehr Firepower von außen als letzte Saison. Manuel dürfte uns auf den Positionen eins und zwei sehr weiterhelfen, und Leif sorgt für richtig viel körperliche Präsenz unter dem Korb, die wir bislang nicht hatten", sagt Seyer.
Strukturierter Basketball mit viel Eigenverantwortung
Der erstligaerfahrene Coach sieht ein eindeutiges "Upgrade" in seinem Team im Vergleich zur Vorsaison, auch in spielerischer Hinsicht. Sehr gut "coachable" sei die Mannschaft, "viel Spielverständnis" im Kader vorhanden. "Wir wollen einen klaren, einfachen, gut strukturierten Basketball mit viel Tempo zeigen", so der A-Lizenzinhaber. "Aber ich werde auch viel eigenverantwortlich spielen lassen, einfach, weil es das Spielermaterial zulässt."
Als Favoriten in der 2. Regionalliga Nord sieht Seyer Vizemeister Altona (mit vielen Ex-ETVern), Absteiger Rendsburg und die traditionell starken Kieler Förde Baskets. "Doch auch wir werden eine gute Rolle spielen, da bin ich mir sicher", so der gebürtige Osnabrücker. Erster Prüfstein am Sonntag (20. September 2026,16 Uhr; Elbinselschule) wird ein eigentlicher Mitabsteiger: die Hamburg Towers. Auch die Bundesligareserve profitierte von einer Wildcard und dürfte gleich ein echter Gradmesser werden. Die Heimspielpremiere folgt dann am Sonntag, den 26. September (18.30 Uhr; Sporthalle Hohe Weide) gegen die Rendsburg Twisters.













