ETV-Damen zeigen Herz gegen Spandau und Lea Fallmann feiert ihr Bundesliga-Debüt

- 16.02.2026
Die ETV-Damen empfingen in der Inselpark-Schwimmhalle in Wilhelmsburg die amtierenden Meisterinnen und Champions-League-Teilnehmerinnen Wasserfreunde Spandau 04. Am Ende stand eine 7:35-Niederlage (2:5, 2:11, 3:10, 0:9), doch die nackten Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte dieses Nachmittags.
Mit einer neuen Taktik von Trainerin Melis Dasdemir gingen die Hamburgerinnen mutig in die Partie und schafften etwas Außergewöhnliches. „Wir haben sogar das erste Mal seit Ewigkeiten gegen Spandau am Anfang mit einem Tor geführt", berichtete Pauline Behrend nach dem Spiel. Das erste Viertel endete mit 2:5, eng für Spandauer Verhältnisse.
Im zweiten Viertel zogen die Spandauerinnen mit schnellem Umschaltspiel davon. Die Erfahrung und Tiefe ihres Kaders machte sich bemerkbar. Doch der ETV hielt dagegen, spielte schöne Angriffe und erzielte im dritten Viertel drei Tore, die beste Phase des Spiels. Kapitänin Maren Hinz war mit vier Treffern beste ETV-Schützin, Emma Dietze steuerte zwei Tore bei, Pauline Behrend traf einmal. Vor allem die Konterabsicherung blieb das große Lernfeld.
„Ich bin wahnsinnig stolz auf das Team. Wir haben eins unserer besten Spiele gegen Spandau gespielt seit Jahren und konnten sie durchaus ärgern", sagte Kapitänin Maren Hinz.
Weil Stammtorhüterin Yvonne Kowal krankheitsbedingt ausfiel, feierte die erst 15-jährige Lea Fallmann ihr Bundesliga-Debüt. Die Kapitänin und Torhüterin der ETV-U16 und der österreichischen Jugendnationalmannschaft wurde im vierten Viertel unter frenetischem Jubel der Fans eingewechselt und hielt direkt ihren ersten Ball gegen Spandaus starke Schützin Emma Koch.
„Das war bombastisch. Lea hat einen Wahnsinnsschuss gehalten und war einfach so happy", so Hinz.
Am 7. März treten die ETV-Damen auswärts beim SC Chemnitz an (14:00 Uhr, Schwimmsportkomplex Bernsdorf).



