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ETV chancenlos gegen die Top-Teams

Abhaken und weitermachen: Die Zweitliga-Basketballerinnen des ETV haben nicht unerwartet zwei klare Niederlagen in Folge kassiert. Allerdings nicht gegen irgendwen, sondern gegen die beiden Top-Teams der 2. DBBL, die Erstligaabsteiger Veilchen Ladies Göttingen und WINGS Leverkusen.

Los ging es im Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen, wo die nach wie vor ungeschlagenen Veilchen Ladies relativ schnell kurzen Prozess machten. 12:0 führten die Favoritinnen, ehe ETV-Guard Paula Alvarez nach knapp sieben Spielminuten endlich für die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburg einnetzen konnte. 21:7 hieß es zur ersten kleinen Pause, und obwohl der ETV danach deutlich besser im Spiel war, stand am Ende ein nie gefährdeter 85:60-Erfolg der Göttingerinnen. Beste ETV-Scorerinnen waren Leonie Rosemeyer (16), Kapitänin Miriam Sommerstedt (12) und Alvarez (10).

Eine Woche später genossen die Eimsbüttelerinnen immerhin Heimrecht – doch die Challenge wurde nicht unbedingt leichter. Mit den WINGS Leverkusen kam der Tabellenzweite an die Hohe Weide, und auch diese Hürde erwies sich am Ende als deutlich zu hoch. Immerhin währte die Hoffnung der rund 200 Fans auf ein bisschen Spannung ein Viertel lang (16:22), bevor die Wings im zweiten Viertel (6:20) davonflogen. Letztendlich fiel die Niederlage gegen die mit mehreren Importspielerinnen gespickten Westdeutschen mit 51:91 ein bisschen zu hoch aus, doch das spielte ohnehin keine große Rolle mehr. Besorgniserregender war da schon eher die Handverletzung von ETV-Brain Paula Alvarez, der eine längere Pause droht.

“Die Analyse der zwei Spiele fällt relativ einfach aus: Die beiden anderen Teams waren einfach besser!”, sagte ETV-Interimstrainer Christian Lübcke, der den erkrankten Chefcoach Sascha Leutloff ausgerechnet bei den beiden undankbarsten Aufgaben der Saison vertrat. “Gerade gegen Leverkusen haben wir uns nicht genug freie Würfe herausgearbeitet – und die wenigen dann auch noch schlecht getroffen. Das ist keine gewinnbringende Mischung”, so Lübcke.

Allerdings sind Erstligaabsteiger auch nicht der Maßstab für die Eimsbüttelerinnen, sondern eher die kommenden Gegnerinnen. Mit Braunschweig (08.02., heim), Rotenburg (14.02., auswärts) und Hürth (28.02., heim) stehen dem ETV im Februar ausnahmslos Kontrahenten gegenüber, die man schlagen kann/darf/sollte, will man eine gute Rolle in der 2. Damen Basketball-Bundesliga Nord spielen. Also die Pflicht nach der Kür sozusagen.

 

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