ETV-Basketball-Damen: Standortbestimmung in der Nachbarschaft

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Knapp 65 Kilometer Luftlinie liegen zwischen der Sporthalle Hohe Weide und der Pestalozzischule in Rotenburg/Wümme, in der die Zweitliga-Basketballerinnen des Eimsbütteler TV Hamburg (Copyright Foto: @manningeaux) am Samstag (3. Oktober 2026) um 18.30 Uhr ihre erste Standortbestimmung der neuen Saison erwartet. Das 90:43 am ersten Spieltag gegen den Stadtrivalen SCALA Longhorns brachte den Eimsbüttelerinnen zwar eine hübsch anzuschauende Tabellenführung, aber wenig Erkenntnisse über die eigene Konkurrenzfähigkeit. 

Das dürfte am Tag der Deutschen Einheit anders werden. Als Letztere werden sich die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs erweisen müssen, um die “Challenge” (ETV-Cheftrainer Fredrick Kleemichen) im Nord-Duell bei den BG 89 AVIDES Hurricanes zu bestehen. Der niedersächsische Nachbar brachte zum Saisonstart auswärts Vizemeister Bochum arg ins Schwitzen, unterlag am Ende nur 62:70. 

“Mit Rotenburg erwartet uns ein ausgeglichenes Team mit zwei Importspielerinnen, die mit Luise Linke und Caroline Schwarz zwei weitere wichtige Leistungsträgerinnen in ihren Reihen haben. Sie spielen sehr schnell, daher müssen wir in der Transition bereit sein und ebenso schnell umschalten”, analysiert Kleemichen, der nach eigenen Worten mit viel Zuversicht auf das Spiel blickt. 

Das darf er auch, deutete sein Team in der Partie gegen Aufsteiger SCALA vor allem in der ersten Halbzeit (39:12) sein großes Potenzial an. Speziell die erst 19-jährige Lucie Keune überzeugte mit 16 Punkten, sieben Steals und eine Effizienz von +25, was ihr eine Berufung in die Starting Five des 1. Spieltags in der Toyota 2. Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) einbrachte.  

In Rotenburg kann Kleemichen erstmals auf Neuzugang Antonia Laabs nach ihrer Fußverletzung bauen, auch die zuletzt angeschlagene Elisa Wendt ist wieder im Training. Hinter dem Einsatz der erkälteten Defense-Spezialistin Vanessa Hoffmann steht dagegen noch ein Fragezeichen. “Der Sieg gegen SCALA war gut fürs Selbstbewusstsein und ein Schritt in die richtige Richtung. ⁠Wir werden weiter an unserer Verteidigung arbeiten und versuchen unseren Rhythmus in der Offense zu festigen”, sagt der 40 Jahre alte Headcoach. 

Nach dem Spiel bei den Hurricanes heißt es für sein Team übrigens erneut: Nach dem Derby ist vor dem Derby. Denn schon eine Woche später, am 10. Oktober 2026, lautet der Eimsbütteler Gegner in der 2. DBBL-Pokalrunde: SCALA Longhorns. 

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