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Erst Serie gedreht, dann Vize geblieben

Am vergangenen Samstag, den 25. April, ging es für die Hamburgerinnen früh in Richtung Leipzig zum zweiten Spiel der Finalserie um die deutsche Meisterschaft los. Das Spiel wurde um 13 Uhr angepfiffen.

Und direkt in den ersten Spielminuten ging es hin und her: beide Teams hatten Phasen mit Ballbesitz und konnten gegenseitig Druck ausüben und einige Konter laufen. Das Spiel zeichnete sich weiterhin durch viele einzelne gute Aktionen beider Teams aus, jedoch konnte niemand den Ball im Tor unterbringen. Es blieb also wie auch die übrigen Spiele der beiden Teams torarm. In den letzten Minuten des Drittels gelangen den Hamburgerinnen zwar noch einige gut herausgespielte Torsituationen, jedoch wurden alle Schüsse gebockt oder von der Leipziger Torhüterin abgefangen. So ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann zunächst ähnlich mit weiterem wechselhaftem Ballbesitz. Doch in der dritten Minute des Drittels konnte auf einen langen Ball hin die Hamburgerin Randi Kleerbaum nahe am Tor den Ball auf Annika Ebeling ablegen, welche ihn zum 0:1 einnetzte. Kurz darauf reagierte Leipzig mit starken Gegenangriffen, scheiterte aber erneut an der Hamburger Verteidigung und an der Torhüterin Leonie Korth. Nach 14 Minuten im Drittel konnte Leipzig schließlich durch einen langen Lauf von Pauline Baumgarten im Rücken der Hamburgerinnen zum 1:1 ausgleichen. Doch dieses Mal ließ die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten: nur 11 Sekunden später konnte Julia Noel den Abpraller vom Schuss der Hamburger Kapitänin verwandeln und erhöhte so wieder auf 1:2.

Auch im dritten Drittel zeigte sich ein sehr ähnliches Bild: beide Mannschaften wechselten sich mit dem Ballbesitz ab und kamen jeweils zu Chancen. Beide scheiterten aber ebenfalls weiter an der Verteidigung und an den starken Torhüterinnen. In der 8. Minute des Drittels konnte schließlich Pauline Baumgarten auf einen Fehlpass aus der Hamburger Ecke hin den Ausgleich auf das 2:2 erzielen. In den letzten zwei Minuten des Drittels gehen beide Teams nochmal intensiver auf den Torabschuss, doch wieder scheiterten beide an den Torfrauen.

Dementsprechend ging es anschließend nach einer kurzen Pause in die Verlängerung. Das erste Team, was hier ein Tor schießt, gewinnt dabei die Partie. Leipzig begann die Verlängerung mit einem sehr langsamen Aufbau, schob sich den Ball im eigenen Drittel hin und her und wartete auf die richtige Chance. Der Ballbesitz lag dadurch überwiegend bei Leipzig, jedoch zeichnete Hamburg sich durch gute Torchancen aus. Einige Minuten vor Ende der Verlängerung konnte Leonie Korth die Hamburgerinnen erneut vor dem Verlieren der Partie retten. In der Verlängerung konnte schließlich kein Team ein Tor erzielen, sodass es weiterging mit Penaltys. Doch auch bei den Penaltys zeichneten sich zunächst die Torhüterinnen aus. Erst die vierte Leipziger Schützin konnte das Tor verwandeln und somit vorlegen. Aber Hamburg ließ das nicht auf sich sitzen und verwandelte direkt auch ihren vierten Schuss.

Am Sonntag ging es dann also ins alles entscheidende dritte Spiel. Es begann wieder wie die beiden vorangegangenen Spiele: beide Teams konnte einzelne gute Aufbau- oder Kontersituationen aufs Feld bringen, jedoch konnte das jeweils verteidigende Team die Gefahr immer unterbinden. In der fünften Spielminute jedoch konnte Leipzigs Emma Schröferl nach einem Lauf mit Ball an der Bande den Pass in den hohen Slot der Hamburgerinnen anbringen. Dort stand Svenja Klinger parat und netzte den Ball zum 1:0 ein.  In den nächsten Minuten zeigte sich das Heimteam wacher und präsenter auf dem Feld, die Gäste konnte dagegen nur sehr vereinzelte Akzente setzen. Und genau so endete das erste Drittel dann auch.

Nach der Pause konnte Hamburg sich wieder mit etwas mehr Ballbesitz behaupten, verlor diesen jedoch oftmals im vordersten Drittel wieder an die Gegnerinnen. Auch sonst ging es in diesem Drittel wieder viel hin und her mit Chancen für beide Teams. Ein weiteres Tor konnte erneut aber keines der Teams erzielen.

Es ging im letzten Drittel zunächst weiterhin mit Aufbauphasen und Chancen auf beiden Seiten weiter, wobei die vielversprechenderen Chancen von den Leipzigerinnen erspielt wurden. In der 8. Drittelminute konnte schließlich Leipzigs Mietz sich in einer Einzelaktion aus der Hamburger Ecke lösen und den Ball am kurzen Eck verwandeln. Kurz darauf musste auch noch Hamburgs Kapitänin Ina Jensen für 2 Minuten wegen Sperrens das Feld verlassen. Die Unterzahl überstand Hamburg jedoch sogar mit einiger Zeit im Ballbesitz und ohne weiteres Gegentor. 5 Minuten vor Spielende zog Trainer Philipp Schneider die Auszeit und ließ die Torhüterin Leonie Korth im Ballbesitz das Feld verlassen. Doch auch in der entstandenen 6:5 Überzahl konnten die Hamburgerinnen das Spiel nicht mehr drehen und es blieb am Ende beim 2:0 für Leipzig.

Ein enttäuschendes Ende der Saison, hat man doch zwischenzeitlich stark gekämpf, geführt und die Serie gedreht. Dennoch bleibt der Titel der Vize-Meisterinnen als starker Abschluss bestehen.

 

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