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Basketball: Wichtiger Sieg mit Wermutstropfen

Der Basketball-Zweitliga-Damen des Eimsbütteler TV haben einen eminent wichtigen 76:72-Sieg im Nordderby bei den AVIDES Hurricanes Rotenburg eingefahren und sich tabellarisch wieder aus den Play-downs verabschiedet. Soweit die gute Nachricht. Getrübt wurde die Stimmung jedoch durch eine schwere Knieverletzung einer weiteren Leistungsträgerin. 

Fünf Niederlagen in Folge - überwiegend gegen die Topteams der Liga - hatten die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs anno 2026 bislang kassiert. Nun endlich landeten sie einen insgesamt souveränen, einen Start-Ziel-Sieg in der Pestalozzihalle, auch wenn es im Schlussviertel nach einer Drangphase der Gastgeberinnen noch mal spannend wurde. Mit einem Jumper der Ex-Rotenburgerin Leonie Rosemeyer, gefolgt von einem Dreier von Guard Paula Alvarez zum 5:0 starteten die Gäste in die Partie. Anschließend bauten sie den Vorsprung kontinuierlich aus, beim Stand von 51:33 aus Sicht des ETV schien bereits eine Vorentscheidung gefallen. Doch dem war nicht so. Angeführt von der überragenden Topscorerin Pia Mankertz (29 Pkt.) und Luise Linke (14) starteten die Hurricanes einen 12:0-Run zum 52:56, alles war wieder offen.  

Die letzten Minuten entwickelten sich dann wie so oft zum Schlagabtausch an der Freiwurflinie. Elf Sekunden vor Schluss verkürzte Linke zum 72:74, ihr anschließender absichtlicher Fehlwurf landete per Rebound in den Händen von Rosemeyer, die zweimal von der Charity Stripe traf, damit den Sieg endgültig sicherte und ihre erneute Topleistung mit 26 Punkten krönte. 

Zu diesem Zeitpunkt war ETV-Forward Jasmin Weyell nicht mehr wie sonst auf dem Feld. Das Eimsbütteler Energiebündel knickte 40 Sekunden vor Spielende unglücklich mit dem Knie weg und schied unter großen Schmerzen aus. Ein MRT am Montag ergab den befürchteten Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Schädigung des Innenbandes – nach Chantal Neuwald der nächste bittere, längerfristige Knie-(Aus)fall beim ETV. 

“Jasmin ist mit ihrer Energie und Agilität eigentlich unersetzbar. Aber dadurch gehen auch Türen für andere auf. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken, jeder muss noch mal 50 Prozent individuell draufpacken”, sagte Rosemeyer, die bis 2024 vier Jahre lang in Rotenburg glänzte. 

Bezüglich der Partie an ihrer alten Wirkungsstätte herrschten bei ihr Freude und Erleichterung vor: “Das Spiel hat sich gut angefühlt. Ich finde, wir haben eine gute Leistung gezeigt, auch wenn wir im dritten Viertel teilweise in der Defense ein wenig geschlafen haben. Ich bin froh, dass wir den Gegner so lange dominieren konnten und endlich wieder einen Sieg eingefahren haben. Denn so viele Niederlagen nacheinander machen etwas mit einem”, so die 26-Jährige.  

Für die Dreipunktespezialistin sind Duelle mit den Hurricanes auch mit anderthalb Jahren Abstand noch immer etwas Besonderes. Rosemeyer: “Das wird auch immer so bleiben. Es hat wirklich Spaß gemacht, vor allem gegen Pia, mit der ich noch immer gut befreundet bin.” Das kommende Heimspiel gegen den Tabellenletzten Hürth ist für sie – ungeachtet der personellen Situation – ein “Must Win. Es wird tough, aber wir haben immer noch genug Qualität im Team, um Hürth zu schlagen.” Den Beweis antreten können sie und ihre Teamkolleginnen am Samstag (28.02.26) ab 18 Uhr in der Hohen Weide. 

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