Basketball-Herren: Fehlstart voller Hoffnung

- 21.09.2026
Zahlen sprechen nicht immer eine eindeutige Sprache, erst recht nicht im Basketball. Die Ersten Herren des Eimsbütteler TV sind am Wochenende mit einer 79:104 (41:57)-Niederlage bei den Hamburg Towers II in die neue Saison der 2. Regionalliga Nord gestartet. Und doch hielt sich die Trauer über die Geschehnisse beim ETV in Grenzen.
Denn die wussten alle Beteiligten richtig einzuschätzen. "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich war. Die Towers haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut von der Dreierlinie getroffen und sind auch sonst in der dieser Besetzung ein richtig starkes Team. Wir brauchen noch ein wenig Zeit, um richtig eingespielt zu sein. Außerdem fehlten noch ein paar wichtige Spieler bei uns", sagte ETV-Headcoach Roland Seyer. Gemeint waren vor allem Linus Stoll (Studium) und Kevin Bluhm (Vaterfreuden), die phasenweise schmerzlich an beiden Enden des Spielfeldes vermisst wurden.
Satte 14 Mal traf das junge Towers-Team, das zudem deutliche Größenvorteile vorweisen konnte, in den 40 Spielminuten von Downtown. Beim ETV waren es nur halb so viele Treffer, auch wenn die Wurfquote nicht katastrophal schlecht ausfiel. Allein zwei Vierpunktespiele (erfolgreicher Dreier mit Foul) mussten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs schlucken – eine Seltenheit im Basketball.
Nach einem ausgeglichenen ersten Highscore-Viertel (30:25) setzte sich der Bundesliga-Nachwuchs im zweiten Durchgang vorentscheidend ab. Zwar kämpften sich die Eimsbütteler nach der großen Pause noch mal auf acht Punkte (62:70) heran, zu mehr sollte es allerdings nicht reichen. Beste Scorer beim ETV waren die starken Neuzugänge Benjamin Jeß (21 Punkte), Philip Gläser (12, schied Anfang des zweiten Viertels mit einer Daumenverletzung aus) und Morten Philipp (11) sowie Schlitzohr Lukas Rosenbohm (13).
Am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Hohe Weide) wartet mit 1. Regionalligaabsteiger Rendsburg noch eine weitere schwierige Aufgabe auf den ETV, die sich möglicherweise sogar als unlösbar erweisen könnte. Doch auch das sollte die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison nicht trüben. Das Schlusswort nach dem Towers-Trip mit reichlich S-Bahn-Chaos im Vorfeld sprach Co-Kapitän Lukas Hogenschurz stellvertretend für alle: "Wir sollten uns nicht von diesem Spiel runterziehen lassen und wieder schlechte Stimmung erzeugen. Wir haben dieses Jahr eine bessere Mannschaft, davon bin ich fest überzeugt."












