Nachgefragt...

...bei Jörg Klodzinski - Tag-Rugby Trainer

Als erster Hamburger Verein bietet der ETV nun Tag-Rugby an. Dabei ahndelt es sich um eine Sportart, an der Kinder viel Spaß haben. Trainiert wird Tag-Rugby von Jörg Klodzinsk. Höchste Zeit ihn zum Interview zu bitten.

Wie bist du selbst zum Rugby gekommen? Und warum gerade Rugby? Ist ja in Deutschland eher ungewöhnlich
Eigentlich eher unspektakulär. Mein Vater und einige Onkel von mir spielten Rugby, und so bin ich langsam spielerisch dort hinein gerutscht. Natürlich habe ich in meiner Jugend auch andere Sportarten ausprobiert und auch aktiv neben dem Rugbysport betrieben. So spielte ich z.B. auch sehr lange Handball. Aber die Faszination des Rugbysports hat mich nie mehr los gelassen.

Wie lange hast du aktiv Rugby gespielt?
Mit 6 Jahren habe ich angefangen im Verein zu spielen. Über die verschiedenen Schüler- und Jugendmannschaften habe ich dann mein 1. Herrenspiel bereits mit 16 Jahren absolviert. Über die Regionalliga des Hamburger Rugby Clubs bin ich dann schnell in die Bundesligamannschaft zum FC. St Pauli gekommen.  Rückblickend habe ich also rund  35 Jahre Rugby (Bundesliga, Auswahlmannschaften: Hamburg, Studenten, National) gespielt.
Mittlerweile betätige ich mich in dieser Hinsicht allerdings nur noch bei zwei Oldboys-Teams. Während dieser Zeit habe ich auch verschiedene Mannschaften geleitet (Jugend und Herren beim Hamburger Rugby Verein).

Was ist für dich das besondere daran?
Der Teamgeist, die Dynamik, und die Tatsache, dass es für jede körperliche Voraussetzung eine entsprechende Position gibt. Egal ob man nun besonders schnell, stark, oder ausdauernd ist. Alle werden gebraucht. Der ehemalige Südafrikanische Präsident Nelson Mandela sagte einmal: „Rugby sei für ihn die demokratischste Sportart der ganzen Welt. Man benötigt immer sein Team um zum Erfolg zu kommen“. Zudem hat mich auch immer schon das Umfeld des Rugbysports fasziniert. So war ich z.B. bei einem Länderspiel Frankreich gegen England in Paris, welches die Engländer für sich entscheiden konnten. Die französischen Fans waren zwar nicht begeistert, gingen aber zu den Fans der Engländer und gratulierten Ihnen für das gute Spiel ihrer Mannschaft.

Du wirst beim ETV Tag-Rugby anbieten. Was genau ist das?
Tag-Rugby (Tag: englisch für Fahne abziehen) ist die perfekte Sportart, die alle grundmotorischen Fähigkeiten (laufen, werfen, fangen) sowie den sozialen Mannschaftsgeist der Kinder schult. Jeder Spieler hat beim Tag-Rugby einen Gürtel um die Hüften, an dem mit Klettverschlüssen zwei farbige „Fahnen“ , die Tags befestigt sind. Der gegnerische Spieler wird durch abziehen der Fahne von seinem Gürtel gestoppt. Verletzungen, die über die das normale Maß kindlicher sportlicher Betätigung (rennen) hinausgehen sind so gut wie ausgeschlossen!

Wie lange bist du schon Trainer für Tag-Rugby?
Wie bereits erwähnt, habe ich überwiegend Kinder- und Jugend- und Herrenmannschaften in der Sparte „normales“ Rugby trainiert. Mit dem Tag-Rugby befasse ich mich jetzt seit ca. 2 Jahren. International wird diese Variante des Rugbysports bereits schon über Jahre betrieben. In erfolgreichen Rugbyländern, wie z.B. England,  Südafrika, Neuseeland, Italien, Frankreich, etc. spielen Kinder vor ihrem 12. Geburtstag stets diese körperlose Form, was sich auch in der enormen Technik dieser Mannschaften später wieder spiegelt.

Warum eignet sich Tag-Rugby besonders für Kinder?
Tag-Rugby macht insbesondere Kindern Spaß, da sie sich von Anfang an voll austoben können, auch, wenn Sie die benötigten Techniken (werfen, fangen) noch nicht so gut beherrschen. Es hat etwas von „Fangen spielen mit Ball“ und klaren Regeln. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber allen anderen Technik-Sportarten. Die Kinder haben vom ersten Training an Spaß und können sich voll austoben! Dennoch lernen sie dabei, dass es Regeln gibt, an die man sich halten muss!

Ist Tag-Rugby ein reiner Sport für Jungen?
Nein. Rugby, insbesondere Tag-Rugby, ist für alle Kinder geeignet, egal ob Junge oder Mädchen, körperlich groß oder klein, schwer oder leicht.

Auf was legst du als Trainer besonderen Wert?
Teamwork, Integration und Fairness. Aber vor allem geht es mir um den  Spaß am Spiel und der Bewegung. Gerade in der heutigen, hoch technisierten Zeit ist es wichtig, dass Kinder die motorischen Grundlagen erhalten, um fit und aktiv am Leben teilhaben zu können.
Nicht umsonst ist Tag-Rugby auf Grund seiner einzigartigen Förderung der frühkindlichen Motorik in allen englischen Schulen ab der 1. Klasse Pflichtfach für alle Jungen und Mädchen! 

Gibt es Wettkämpfe gegen andere Teams im Tag-Rugby?
Ja. Besonders in Mittel- und Süddeutschland haben sich bereits Vereine dem Tag-Rugby angenommen. Zudem ist es in einigen Städten bereits als Schulsport etabliert.
Ich selbst bin im Kontakt mit der Schulbehörde und dem Rugbyverband um ebenfalls diesen Sport an die Hamburger Schulen zu bringen.

 Wie viele Tag-Rugbygruppen gibt es in Hamburg?
Derzeit ist der ETV der einzige Verein der speziell Tag-Rugby anbietet.  Zudem bin ich bereits an einigen Schulen als Trainer tätig, was zusätzlich für vermehrtes Interesse an dieser Sportart führen wird.

Bis zu welchem alter kann Tag-Rugby gespielt werden? Wie stellt sich der Übergang zum “normalen“ Rugby dar
Bis zum Alter von 14 Jahren. Das bedeutet aber nicht, dass man völlig mit dem Tag-Rugby brechen muss. Wer weiß wie die Entwicklung in unserem Land fortschreitet. In vielen anderen Nationen gibt es bereits Tag-Rugby Ligen.
Der Übergang zum Rugby könnte sich in der Art gestalten, dass in möglichen Kooperationen mit bereits bestehenden Hamburger Rugbyvereinen, oder auch in einer ETV eigenen Sparte, die Jugendlichen die Verteidigung (takeln, Gedränge, Gasse, etc.) erlernen. Über ihr großes technisches Wissen, welches sie sich über das Tag-Rugby angeeignet haben, sind sie den anderen Jugendlichen dadurch meist weit voraus.

Rugby gilt als eher körperbetonte, sehr raue Sportart, was sagst du zu diesem Ruf?
Rugby hat den Ruf eine „raue“ Sportart zu sein. Tatsächlich ist die Verletzungsgefahr beim Tag-Rugby wesentlich geringer als beispielsweise im Fußball oder Handball.
Die Motorik- und Fitness-Schulung sowie der Spaß-Faktor für die Kinder sind wesentlich höher als bei den meisten anderen Sportarten!

02/07 2010

...bei Marco Wittkowski & Petra Fischer - Tänzer

Die Tänzer aus dem Club Céronne (Foto) des ETV sind sehr erfolgreich. Im Juni gab es ein großes Internationales Turnier in Blackpool, England. Dort landeten die ETV-Tänzer Marco Wittkowski und Petra Fischer auf dem 15. Platz
Höchste Zeit, sie zum Interview zu bitten.

Wann habt ihr mit dem Tanzen angefangen?
Marco: Ich habe mit 15 Jahren angefangen, hätte aber gerne früher begonnen!
Petra: Vor ca. 18 Jahren.

Das ist nicht die “alltäglichste“ Sportart, wie seid ihr dazu gekommen?
Marco:
Ich war schon immer am Tanzen interessiert.
Petra: Meine Eltern waren viele Jahre dem Turniersport treu und somit konnte ich schon als Kind das Tanzen bewundern. Allerdings zog es mich zu dieser Zeit noch nicht zum Tanzen hin, denn ich betrieb das Kunstturnen schon mit ca. 3 Jahren und dieses sehr erfolgreich bis zum Alter von ca. 14 / 15 Jahren. Durch eine sehr gute Freundin kam ich damals dann zur Tanzschule und dann nahm alles seinen weiteren Lauf.

Seit wann tanzt ihr zusammen?
Marco:
Ich tanze mit Petra seit etwas über vier Jahren zusammen.
Petra: seit April 2006

Wie schwierig ist es, einen passenden Tanzpartner zu finden und wie lange dauert es, bis sich das eingespielt hat?
Marco: Man muss verfluchtes Glück haben wenn alles stimmen soll. Mit Petra habe ich sehr großes Glück gehabt. Ich freue mich sehr darüber mit dieser Frau tanzen zu dürfen…
Petra: Auf einem bestimmten Niveau ist es heutzutage als Dame leider nicht sehr einfach, einen sehr guten und vor allen Dingen tanzfreudigen Herren zu finden und so hatte ich vor dem Beginn der Tanzpartnerschaft mit Marco ebenfalls zwei andere Herren. Wenn man dann aber den richtigen Partner wiederum gefunden hat und zusammen an einem Strang zieht, dann kann eine Tanzpartnerschaft sehr schön und vor allen Dingen auch erfolgreich sein. Wichtig ist jedoch, dass beide Partner die gleichen Ziele haben und die Dinge gemeinsam angehen.

Wie oft trainiert ihr in der Woche?
Marco:
So 3x
Petra: Vor großen und wichtigen Turnieren wie einer Deutschen Meisterschaft oder internationalen Turnieren versuchen wir, sofern die Zeit beruflich und auch privat vorhanden ist, das Training kurzfristig auf 4x auszudehnen. Mehr ist leider nicht möglich.

Welchen Stil tanzt ihr?
Marco:
Wir tanzen die Standard-Tänze und wir sind eher „englisch“ tanzend. Wir tanzen sehr ausgreifend, musikalisch, schwungvoll. Sieht sehr spektakulär aus. Es gibt noch andere zum Beispiel den italienischen Stil: Dieser ist aggressiver, schneller, akrobatischer, aber nicht unbedingt besser.
Petra: Natürlich gibt es auch in dieser Sportart Stilrichtungen wie z.B. der „klassische englische Tanzstil“ oder der „temperamentvolle italienische Stil“. Gott sei Dank haben Marco und ich die gleichen Veranlagungen, so dass wir ein Paar sind, welches den klassischen englischen Tanzstil bevorzugt und auch diesen in seinem Tanzen verkörpert.

Was ist für euch das besondere daran?
Marco:
Die Bewegung, das gleitende, die Musik. Die Kleidung, so vornehm, die Kleider der Damen. Es passt zu unserem Charakter…
Petra: der englische Tanzstil zeichnet sich durch sehr elegantes Tanzen mit weichen, raumgreifenden Bewegungen aus. Darin liegt unsere Stärke und es macht zudem großen Spaß, die Musik in schöne fließende Bewegungen umzusetzen.

Habt ihr tanzsportliche „Idole“?
Marco: Mirko Gozzoli, Thomas Heitmann
Petra: in Bezug auf die Dame ist es „Katusha Demidova“, die es einfach versteht, fantastisches Tanzen auf die Fläche zu zaubern und dabei dem Herren bedingungslos folgt.
Im Hinblick auf die Herren ist natürlich „William Pino“ meiner Meinung nach der beste Tänzer der Welt, dessen Feingefühl für die Bewegung, den Körper und die Dame kaum in Worte zu fassen ist. Sein Tanzstil ist einfach einzigartig.

Auf dem Blackpool Dance Festival in England habt ihr den 15. Platz belegt, seid ihr zufrieden damit?
Marco:
Wir sind sehr zufrieden. Das erste Mal getanzt und schon so nah am Semi, besser ging´s nicht
Petra: Marco und ich sind hochzufrieden und überglücklich mit unserer tollen Platzierung in England. Es war das 1. Mal, dass wir die Fahrt nach Blackpool aufgenommen haben und die „Strapazen“ haben sich für uns in jedem Fall gelohnt.

Was ist das besondere an dem Turnier in Blackpool?
Marco: Eine super organisierte Veranstaltung. Man weiss genau, wann man weiter tanzt. Natürlich die Musik. Zuerst habe ich mich immer gewundert, warum alle dort hinpilgern. Ich habe gedacht, haben die wat genommen. Jetzt wo ich dort war sage ich ganz klar: Muss man mal getanzt haben!!!
Petra: Blackpool ist einfach kaum zu beschreiben, wenn man es nicht einmal selbst erlebt hat. Auch wir haben schon große Turniere in Deutschland aber auch im Ausland getanzt, doch Blackpool sticht aus diesen ganzen Turnieren in jedem Fall heraus. Das Ambiente, in dem dieses Turnier stattfindet, die Organisation, die einfach überwältigend und haargenau ist, das Tanzen zu einem der bekanntesten Orchester in England sowie das Zusammenkommen mit Tänzern aus der ganzen Welt machen dieses Turnier einzigartig. Hinzu kommt natürlich auch die Tatsache, dass nur die besten ehemaligen Tänzer der Welt am Rand stehen und dein Tanzen beurteilen / bewerten. Namen wie Karen & Marcus Hilton, Bryan Watson etc. Für jeden Tänzer ein Begriff….. dies alles macht Blackpool einzigartig.

Wie groß ist die internationale Konkurrenz?
Marco:
Ohne Frage, sehr groß und von Jahr zu Jahr wird sie stärker….
Petra: in Blackpool sind einfach alle Nationen vertreten. Keine Reise ist den Tänzern zu weit und so kommen Paare z.B. auch ganz aus Neuseeland oder Australien angereist. Auf diesem Turnier vertreten sind in jedem Fall die starken Italiener aber auch die starken Russen; nicht zu vergessen die Japaner, die ebenfalls auf sehr hohem Niveau tanzen. Die Konkurrenz ist daher sehr hoch und die besten der Welt stehen vorne an.

Tanzen steht bei der Sportberichterstattung nicht unbedingt im Fokus, was muss sich dabei noch ändern?

Marco: Turniere müssen straffer organisiert werden. Vor allem müssen sich die Funktionäre mal mit der Zeit bewegen. Dieses geherrsche geht einen ganz schön auf die Nerven. Auch wir Tänzer müssen uns mehr öffnen, dann ist das Interesse ganz automatisch größer. Wir halten uns ja alle für was ganz besonderes. Mensch bleiben, heißt die Devise.
Petra: Gott sei Dank findet der Tanzsport immer mehr Anklang auch bei der Bevölkerung und es werden vereinzelt schon mehr Berichte im Fernsehen gezeigt. Für uns Tänzer wäre es natürlich schön, diesen Sport noch bekannter machen zu können, um auch dem Betrachter die Schönheit näher bringen zu können und um ihm vor allen Dingen zu zeigen, um was für einen Hochleistungssport es sich handelt. Tanzsport verinnerlicht nämlich mehrere Disziplinen und vielen Zuschauern ist nicht bewusst, was ein hochklassiger Tänzer eigentlich alles können muss, um das Tanzen so leicht aussehen zu lassen.

Was würdet ihr jemanden raten, der von sich selbst sagt „ich kann aber nicht tanzen“?
Marco: Versuch es doch einfach mal. Wichtig ist es, vor allem bei Männern; dass sie es Freiwillig machen. Wenn dann alle Stricke reißen, nehme ich sie einfach mal mit auf die Fläche.
Petra: wer Spaß an der Musik hat und sich dazu auch gerne noch bewegt, sollte es in jedem Fall mal mit dem Tanzen versuchen. Es muss ja nicht immer alles gleich in Leistungssport ausarten. An vorderster Front sollte immer noch der Spaß stehen.

Was sind eure sportlichen Ziele für die nähere Zukunft?
Marco: Natürlich wollen wir ins Deutsche Finale, aber allem voran möchte ich nicht den schnellen Erfolg, danach ist der Fall nämlich besonders tief, Wir möchten schönes Tanzen zelebrieren und die Zuschauer begeistern, die eigentlichen Juroren.
Petra: die nächsten zwei internationalen Turniere im Juli und August stehen an und unser Wunsch wäre es natürlich, die Ergebnisse der letzten Turniere bestätigen und evtl. auch verbessern zu können. In erster Linie möchten wir dem Zuschauer jedoch attraktives und schönes Tanzen zeigen und ein Plus ist es, wenn die Wertungsrichter dies noch mit einem tollen Ergebnis belohnen. Wir haben in der letzten Zeit viel an uns gearbeitet und versucht, Dinge zu verbessern und anders zu machen.
Das ganze große Ereignis Ende Oktober steht noch an und dabei handelt es sich um die Deutsche Meisterschaft. Nachdem wir die letzten beiden Jahre das Semifinale der besten 12 Paare in Deutschland tanzen durften und bei einer Meisterschaft in 2008 sogar den Anschlussplatz ans Finale belegt haben, möchten wir in diesem Jahr natürlich den Sprung ins Finale unter die besten 6 Paare schaffen. Es wäre fantastisch, wenn uns dieser Traum in diesem Jahr erfüllt werden könnte.

Vielen Dank für das Interview!

05/05 2010

...bei Maik Müller - Freerunning-Trainer

© Peter Graefe

Der ETV hat wieder Freerunning (Parkour) im Angebot. Aber was genau ist Freeruninng eigentlich? Trainer Maik Müller (Foto) kann das beantworten. Höchste Zeit ihn zum Interview zu bieten.

Was genau ist Freerunning?
Freerunning ist eine Form des Le Parkour, hierbei kommt es darauf an auf kürzestem Wege von einem Punkt A zum Ziel B zu gelangen und dabei Hindernisse schnellstmöglich zu überwinden. Freerunning ist eine Verbindung aus Parkour und spektakulären akrobatischen Tricks.

Wie bist du selbst zum Freerunning gekommen?
Ich trainierte jahrelang den Leistungssport Leichtathletik, fühlte mich dabei aber dauernd unter Druck gesetzt. Es war ein ständiger Kampf gegen die Zeit, die Weite oder die Höhe. Danach betrieb ich Kampfsport, wodurch ich mich aber nicht richtig ausleben konnte, später begann ich mit Breakdance und Turnen, was mich eher langweilte. Auf der Suche nach einer Sportart, die mir keine einschränkenden Regeln mehr vorsetzte, entdeckte ich Freerunning.

Wie lange machst du schon Freerunning?
Seit 5 Jahren, jedoch hatte ich viele Pausen und noch andere Interessen. Seit ungefähr einem Jahr trainiere ich regelmäßig und professionell.

Was ist für dich das besondere daran?
Freerunning hilft mir, dass Potential das in mir steckt umzusetzen. Es steigert meine Kreativität, Selbstvertrauen und Bewusstheit. Durch künstlerische Bewegungen und spielerischen Umgang mit meiner Umwelt motiviere und entdecke ich mich immer wieder selbst auf neue Art und Weise.

Für wen ist Freerunning als Sportart geeignet?
Freerunning ist für jeden geeignet, denn es geht darum seinen eigenen Stil zu entwickeln und nur das zu tun, was man sich selbst zutraut. Eine geistige und körperliche Entwicklung findet zu jedem Zeitpunkt statt. Wer noch durch den Park läuft und über eine Bank springen kann, der ist geeignet genug.

Gibt es Wettkämpfe?
Es liegt in der Natur des Menschen sich irgendwann mit anderen messen zu wollen. Es gibt nationale und internationale Wettkämpfe. Durch meine neun Jahre in der Leichtathletik und eine Vielzahl von Meisterschaften darin, habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass es nicht darauf ankommt sich mit anderen zu vergleichen. Ich bin daher eher abgeneigt und überdrüssig an sowas teilzunehmen.

Siehst du Freerunning als etablierte Trendsportart, oder führt es immer noch eher ein Underdog Dasein?
Freerunning ist weltweit getrachtet schon etabliert als Trendsport. Sobald man es nicht mehr für sich sondern zum Angeben oder im Vergleich mit erfahrenen Freerunnern ausführt, wird man am Anfang merken wie bescheiden und ungeschicklich man selbst ist. Aus diesem Grund lassen Jugendliche nach einiger Zeit wieder die Finger davon. Vielleicht ist dass der Grund warum die Szene in Deutschland noch recht klein ist.

Auf was legst du als Trainer besonderen Wert?
Es ist wichtig angehenden Athleten zu zeigen wie wichtig die Psyche ist. Selbstbewusstsein und spielerischer Umgang mit sich und der Umwelt müssen erst noch freigesetzt werden. Wichtige Sprung-, Abrolltechniken und andere Basics legen den Grundstein um danach seinen eigenen Stil zu entfalten.

Zusammen mit zwei Freunden  hast du Just Freerun gegründet, was ist das?
Just Freerun ist eine Gruppe aus drei Extremsportlern. Rayk Hahne kann Breakdance und fährt Flatland BMX, Philipp Preiss und ich machen Freerunning. Zusammen kreieren wir Videos, treten bei Events auf, gestalten Workshops usw. Wir sind gute Freunde, die aus sich und ihren Hobbys ein Trendsportteam gebaut haben.

Wie seid ihr auf die Idee zu Just Freerun gekommen?
Wir hatten die verrückte Idee aus drei völlig verschiedenen Sportarten eine Show zu gestalten. Freerunning, Breakdance und BMX Flatland machen Just Freerun zu einem einzigartigen Trend- und Extremsportteam in Deutschland.

Was ist euer Credo?
Alles ist möglich, du musst nur fest an dich glauben. Lebe so, wie du es dir am Ende deines Lebens wünschen würdest gelebt zu haben. Das Leben besteht nur aus Momenten und jeder einzelne soll Brennen. Mach das Beste aus dir und aus jeder Situation.

14/04 2010

...bei Anton Sefkow - Coach der Unihockey-Herren

© Christian Stark

Die Unihockey-Herren des ETV haben ihre bisher erflogreichte Bundesligasaison gezeigt. Noch sind der dritte Platz in der Deutschen Meisterschaft und auch der Pokalsieg möglich. Höchste Zeit Spielertrainer Anton Sefkow (Foto) zum Interview zu bitten.

Diese Saison ist eure bisher erfolgreichste. Wie erklärst du dir das?
Diese Saison haben wir unsere Taktik grundlegend geändert und unsere defensive Spielweise gegen ein sehr offensive, spielgestaltende ersetzt. Das war möglich, weil wir in Toni – einem der Finnen, die uns in dieser Saison verstärken – einen Experten im Taktischen Bereich gewonnen haben. Er hat die Neuerungen mit Nachdruck eingeführt. Was in diesem Zusammenhang sehr hilfreich war, ist, die disziplinierte Einstellung des Teams. Dadurch war es einfacher Taktische Vorgaben umzusetzen. Die spielgestaltende Spielweise hat einige Spieler enorme Leistungssprünge machen lassen, eine Art Kettenreaktion. Nicht zu unterschätzen sind die ausländischen Verstärkungen, Toni Westerholm, Tipi Koivisto und Radek Kraus. Alle drei sind sehr starke Spieler und immer in der Lage in entscheidenden Spielsituationen Akzente zu setzen, es wird schwer die Jungs nächste Saison zu ersetzen.

Leider ist euch der Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft nicht gelungen, woran lag es?
Ich würde sagen, dass es letztlich am mentalen Spiel gescheitert ist. In den entscheidenden Momenten fehlten uns die Abgeklärtheit und der letzte Wille, so haben wir schlichtweg zu wenig Tore geschossen und zu viele bekommen. Die Spiele waren solide und sicherlich nicht schlecht, aber um in ein Finale einzuziehen reicht das eben nicht. Besonders im ersten Spiel in Leipzig, also Spiel zwei der Serie, haben wir unglaublich viele Chancen vergeben und sind dann im letzten Drittel überrollt worden. Eine Erfahrung, die uns in den kommenden Spielen und Saisons weiterbringen wird.

Was überwiegt? Die Freude so weit gekommen zu sein, oder die Enttäuschung nicht ins Finale gekommen zu sein?
Ich bin sehr ehrgeizig und weiß, dass wir das Finale hätten klarmachen müssen, von daher bin ich natürlich enttäuscht. Auf der anderen Seite nützt es nichts sich mit Dingen auf zu halten, die nicht mehr geändert werden können, ich freue mich auf die Chance noch dritter der Meisterschaft zu werden und die Möglichkeit Pokalsieger zu werden besteht auch noch. Titelträume sind noch da. Wenn die Saison vorbei ist, werde ich mich mit Sicherheit mehr über den Gesamtverlauf freuen als enttäuscht zu sein. Im Moment ist das noch etwas schwer.

Ihr könnt immer noch dritter werden. Was rechnest du dir für die Spiele gegen Wernigerode aus?
Die Spiele gegen Wernigerode waren immer sehr knapp und sind tatsächlich alle mit 6:5 ausgegangen, entweder für uns oder für die. In der Bilanz hat uns Wernigerode diese Saison öfter geschlagen, wir haben demnach noch eine Rechnung offen. Auch in der Serie um Bronze geht es ganz stark um die mentale Einstellung und darum wirklich alles abrufen zu können, was das Team spielen kann. Schaffen wir das, gewinnen wir die Serie 2:0, wenn nicht dann 2:1! Nee, mal ernsthaft eine Prognose ist da sehr schwer, Wernigerode ist super motiviert und wird die Spiele ganz bestimmt nicht „abschenken“ – aber das werden wir auch nicht. Ich denke, dass auf jeden Fall spannende und hochklassige Partien zu erwarten sind und das Publikum voll auf seine Kosten kommen wird.

Ihr habt großartige Fans, und die Stimmung in der Halle ist wirklich gut. Nimmt das Einfluss auf euer Spiel?
Die Entwicklung, dass tatsächlich immer deutlich über hundert Leute in der Halle sind freut uns sehr. Da kann man wirklich von einem Heimvorteil sprechen, die Stimmung ist großartig, da fühlt man sich auch in der Verantwortung alles zu geben und nicht zu enttäuschen. Das Publikum als siebter Spieler treibt uns an und sorgt ab und zu dafür, dass noch ein extra Meter mehr gegangen wird, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Also, ja, gutes und zahlreiches Publikum stärkt, motiviert und steigert die Freude am Spiel und nimmt damit absolut Einfluss auf die Mannschaft.
Danke an die treuen Unterstützer an dieser Stelle!

Die Mannschaft hat sich seit ihrer Bundesligazugehörigkeit (2005/2006) eigentlich kontinuierlich gesteigert. Hat der ETV das Potential sich auch längerfristig zu einer Deutschen Topmannschaft zu entwickeln?
Das Potential – ganz klares ja! Das Potential alleine aber nicht reicht ist wohl auch bekannt. Uns fehlt es an Sponsoren, ohne die geht es einfach nicht und wir brauchen noch mehr Personal, das nicht selber im Spielgeschehen tätig ist. Können wir an diesen beiden Punkten entscheidende Veränderungen verbuchen, wird der ETV langfristig eine feste Größe unter den Topteams in Deutschland sein. Wir haben eine Mitgliederstruktur, von der man träumen kann, der Großteil sind Kinder und Jugendliche, die in allen Altersklassen vertreten sind und an den unterschiedlichen Spielbetrieben teilnehmen. Das ist die Grundlage, um langfristig erfolgreich zu sein – Der Nachwuchs!

Ihr steht auch im Pokal Final4, das am 15. und 16. Mai in Leipzig ausgetragen wird, mit dem UC Heidelberg trefft ihr im Halbfinale auf eine Regionalligamannschaft. Wie schätzt du eure Chancen ein ins Finale zu kommen?
Die Chancen waren nie besser, aber wir dürfen die Heidelberger auf keinen Fall unterschätzen. Nicht umsonst stehen die im Final4, mit vielen Legionären gespickt spielen die ’nen ordentlichen Ball, davon gehen wir aus. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir insgesamt das bessere Team sind und uns die Möglichkeit aufs Pokalfinale nicht nehmen lassen sollten.

Und sollte der Finaleinzug glücken, ist es dann auch drin, dass ihr als Pokalsieger zurück nach Hamburg fahrt?
Im Pokal ist alles möglich! Wir rechnen damit, dass Weißenfels sich gegen Döbeln durchsetzt und dass wir Weißenfels schlagen können haben wir bereits in der Saison gezeigt, warum nicht auch im Pokalfinale.

Wie würdest du eure Saison (bisher) in einem Wort beschreiben?
TOP!

Unihockey führt – zumindest in der Medienlandschaft – weitestgehend dass Dasein eines Underdogs. Meinst du dass sich daran noch etwas ändern kann? Denn immerhin ist Unihockey für die Zuschauer ja sehr attraktiv.
Ich hoffe es sehr und werde weiterhin alles dafür tun, was in meiner Macht steht! Ich bin der festen Meinung, dass Unihockey / Floorball, ein unglaublich attraktiver Sport ist, für alle Beteiligten, ob aktiv oder passiv. Die Schwierigkeit ist, dass es unglaublich viel Konkurrenz gibt und die „Entscheider“ in der Medienlandschaft viel zu selten eine Idee davon haben, welcher Sport mehr Potential hat. Alle behaupten natürlich, dass der eigene Sport der beste und ansehnlichste ist.

Was sind, neben den Sportlichen, denn deine persönlichen Ziele für die Zukunft?
Ich möchte richtig Fuß fassen in der Berufswelt. Eine wichtige Hürde habe ich in diesem Zusammenhang bereits genommen – ich habe meine Leidenschaft entdeckt! Ich arbeite als Dozent oder Coach, wie auch immer man es bezeichnen möchte. Daran habe ich sehr viel Freude und in diesem Bereich möchte ich mir einen Namen machen. Privat möchte ich gerne eine Familie gründen, aber das zählt nicht zu den kurzfristigen Zielen

Danke für das Interview!

19/12 2009

...bei Dennis Mitteregger & Bilal Afrane

Dennis Mitteregger & Bilal Afrane

Die ETV Fußballsaison startete gleich mit einem Knaller, ETV II wurde zu ETV I und umgekehrt.  Bis zur Winterpause hat sich deutlich gezeigt, dass dieser Wechsel die richtige Entscheidung war. ETV I steht, als Aufsteiger wohlgemerkt, auf Rang zwei in der Landesliga Hammonia. Ein Grund um Erfolgstrainer Dennis Mitteregger (27) und Ligaobmann Bilal Afrane (30), der mittlerweile auch Trainer von ETV II ist, zum Interview zu bitten.

Vor der Saison war das ausgegebene Ziel für ETV I der Klassenerhalt, wollt ihr das nach oben korrigieren?
Dennis Mitteregger
: Klar, das Ziel muss jetzt schon höher gesetzt werden. wir haben uns ziemlich gut an die Liga angepasst, jetzt wollen wir es auch noch schaffen attraktiven Fußball zu spielen, an dem die Zuschauer wirklich Spaß haben. Wenn die Rückrunde ähnlich läuft wie die Hinrunde wäre das super. Unser Ziel ist es auf jeden Fall die Saison im oberen Tabellendrittel zu beenden.

Bilal, du bist jetzt Trainer von ETV II, wie kam es dazu?
Bilal Afrane
: In den letzten zwei bis drei Jahren haben wir eine Philosophie entwickelt, wie wir uns Fußball im Herrenbereich des ETV vorstellen. Da sowohl Dennis und ich, als auch Peter Clasen als Betreuer und Achim unser Zeugwart schon lange zusammenarbeiten, wird Kommunikation bei uns ganz Groß geschrieben. Diese Art der Zusammenarbeit hat zum Beispiel auch Poen Alarcon, der zu Saisonbeginn als zusätzlicher Trainer der Ligamannschaft dazu gestoßen ist, sofort übernommen. Hierbei ist der Draht zueinander, als auch zu den Spielern ganz wichtig und das hat unserer Auffassung nach und trotz einiger Gespräche mit dem Vorherigen Trainer (Bernhard Schwarz a. d. Red.) nicht so gut geklappt. Und da wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen wollen und vor allem auch müssen, um die Klasse zu halten haben wir uns für die Trennung von Bernhard Schwarz entschieden

Wirst du das längerfristig machen, oder erst mal bis zum Saisonende?
Bilal Afrane:
Zunächst einmal freue ich mich auf die Aufgabe. Ich denke die Mannschaft hat um einiges mehr Potenzial, als der derzeitige Tabellenplatz aussagt. Es wird aber auch sehr viel Arbeit auf mich zukommen, da es nicht nur für die Jungs eine völlig fremde Situation ist, sondern für mich als Übungsleiter genauso. Was nach der Saison passiert kann ich jetzt noch nicht sagen. Wichtig ist es erstmal eine ordentliche Rückrunde zu spielen.

Mit dem Ziel…?
Bilal Afrane:
Ganz klar der Klassenerhalt. Außerdem ist es Teil unseres Konzeptes, eine höhere Durchlässigkeit von der A-Jugend, über die Zweite hin zur Ligamannschaft zu schaffen. Dazu müssen die Jungs, die bereits in der Zweiten spielen noch besser vorbereitet und geschult werden und für die Nachrücker aus der Jugend muss eine Basis geschaffen werden, der ihnen den Einstieg in den Herrenfußball ermöglicht. Auch und gerade hier ist es wichtig die richtige Sprache zu sprechen und zu wissen, wie man die Jungs greifen kann. 

Ihr seit ja beide doch noch ziemlich jung, warum spielt ihr dann eigentlich nicht mehr selbst?
Dennis Mitteregger:
Ich spiele in der Freizeitliga, bei LaOla, die sind Rekordmeister und sozusagen der FC Bayern München der Freizeitliga. Außerdem ist es auch schwierig die Termine mit Training uns ETV Spielen so abzustimmen, dass ich selbst noch spielen kann.

Bilal Afrane: Ich musste Verletzungsbeding aufhören. Eigentlich wollte ich zur Saison auch wieder anfangen, war dann aber wieder verletzt, außerdem ist es auch bei mir zeitlich wirklich schwierig.

Und Spielertrainer? Wäre das keine Möglichkeit?
Dennis Mitteregger:
Da würde ich vermutlich nicht viel zum Spielen kommen, sondern mindestens 45 Minuten auf dem Platz stehen und Sachen erklären.

Bilal Afrane: Das Stimmt. Mittlerweile werden Dennis und ich ganz anders wahrgenommen und wir werden oft wegen unterschiedlichster Dinge angesprochen. Selbstverständlich möchten wir uns dann auch die Zeit nehmen um das eine oder andere Gespräch zu führen oder mit zu helfen, Probleme zu lösen. Das zeigt uns, dass wir bzw. unsere Arbeit eine gewisse Anerkennung gefunden hat. Dazu aber dann noch das Trainingleiten und selber spielen, dass wäre wohl zu viel des Guten.

Habt ihr eigentlich Schwierigkeiten euch gegen ältere Kollegen durchzusetzen?
Dennis Mitteregger:
Bei den Spielern überhaupt nicht, aber von dem ein oder anderen gegnerischen Trainer wurde man in der Vergangenheit schon mal schief angeguckt. Aber das beeinflusst nicht die Arbeit mit der Mannschaft und ist dementsprechend auch nicht von Bedeutung.

Bilal Afrane: Seit Beginn der Saison sitze ich als Ligaobmann auch mit im Vorstand und da ist es ähnlich. Da ich mit Abstand der Jüngste bin, habe ich dementsprechend auch die wenigste Erfahrung und werde hin wieder etwas ausgebremst. Das ist für mich aber auch soweit in Ordnung, da ich von meinen Vorstandskollegen noch einiges Lernen kann. Auf der anderen Seite habe ich auch gewisse Vorstellungen, die ich meinen Kollegen gegenüber auch so vertrete.

Dennis, bist du, als absoluter Erfolgstrainer, schon von dem ein oder andren größere Verein angesprochen worden, ob du eine Mannschaft übernehmen willst?Dennis Mitteregger: Nein, das kann ich nicht behaupten.

Würdest du es denn gegebenenfalls in Erwägung ziehen, den Verein zu wechseln?
Dennis Mitteregger:
Ich hänge sehr an der Mannschaft. Wenn Bayern München anfragt würde ich sie mitnehmen.

Ist der Teamgeist euer Erfolgsgeheimnis?
Dennis Mitteregger:
Auf jeden Fall. Der Erfolg resultiert zum großen Teil aus unserem Zusammenhalt. Wir, die Trainer, gehen ja kaum auf Spieler von anderen vereinen zu. Das machen alles unsere Spieler, die bringen ihre Freunde mit, weil es bei uns Spaß macht Fußball zu spielen. Dadurch werden die neuen Spieler auch viel schneller und vier besser Integriert.

Wie schätzt ihr denn die Perspektive der Mannschaft ein?
Dennis Mitteregger:
Sportlich läuft es ja ziemlich gut, ich hoffe, dass wir das auch so fortsetzen können.

Bilal Afrane: Dafür wäre es natürlich schön, wenn sich noch der ein oder andere Sponsor fände, damit wir den Spielern auch ein bisschen was bieten können, das hätten sie auf jeden Fall verdient. Ich hoffe, das wegen der guten Leistungen einige Sponsoren Interesse am ETV Fußball haben, unser image wird jedenfalls immer besser.

Bilal, du bist ja beim HSV in der Ausbildung zum Sport und- Fitnesskaufmann, kollidiert das nicht mit deinem Einsatz für den ETV?
Bilal Afrane:
ich mache schon ziemlich viel für den ETV, dass stimmt. Aber derzeit gibt es da keine Konflikte mit dem HSV. Die freuen sich, dass ich mich generell so für Fußball engagiere. Außerdem ist meine Ausbildung im Sommer dann auch abgeschlossen.

Und dann?
Bilal Afrane:
Dann wäre es schon mein Traum hauptamtlich beim ETV anzufangen.

Und du, Dennis, wie sieht es bei dir mit der beruflichen Zukunft aus?
Dennis Mitteregger:
ich habe ja schon ein abgeschlossenes Magisterstudium in Geschichte und Sport. Das ist aber natürlich keine Berufsausbildung. Im Moment überlege ich gerade, ob ich noch ein Bachelor Lehramtsstudium dranhänge. Das wird sich in zwei Monaten entscheiden.